Flug QZ8501: Bergung von Wrack wird fortgesetzt

28. Jänner 2015, 13:57
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Flugzeug vor einem Monat abgestürzt - Auswertung der Flugschreiber-Daten noch nicht abgeschlossen

Jakarta/Kuala Lumpur - Die Bergung der vor einem Monat vor Indonesien abgestürzten AirAsia-Maschine soll nun doch fortgesetzt werden. Das sagte der Chef der Nationalen Such- und Rettungsbehörde, Bambang Sulistyo, am Mittwoch. "Solange ich, der Such- und Rettungskoordinator, nicht sage, dass die Bergungsarbeiten beendet sind, werden sie weitergehen."

Es werde aber eine zweitägige Pause für die Rettungskräfte eingelegt, erläuterte Bambang Sulistyo. So könnten auch die Schiffe zurückkehren, die bereits einen Monat auf dem Meer sind. Das Militär hatte am Dienstag angekündigt, sich von der Bergung zurückzuziehen. Zuvor waren Versuche gescheitert, den Rumpf des Flugzeugs aus dem Wasser zu heben und weitere Leichen zu finden.

Ein vorläufiger Untersuchungsbericht des Unglücks wurde der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) übergeben, wie die Verkehrssicherheitsbehörde NTSC in Jakarta am Mittwoch mitteilte. Der Report werde aber nicht veröffentlicht. Er enthalte allgemeine Informationen wie die Zahl der Passagiere und Details zu der Maschine, jedoch keine Daten der Flugschreiber. Deren Auswertung sei noch nicht abgeschlossen.

Die AirAsia-Airbus mit der Flugnummer QZ8501 war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur in die Javasee gestürzt. Alle 162 Menschen an Bord kamen ums Leben. Bisher wurden 70 Leichen geborgen.

Flug MH370: Zwischenbericht

Auch bei der Untersuchung eines weiteren Flugzeugunglücks gibt es neue Entwicklungen. Ein Jahr nach dem mysteriösen Verschwinden von Flug MH370 der Malaysia Airlines soll am 7. März ein Zwischenbericht zu den Ermittlungen veröffentlicht werden. Der Report enthalte einige Erkenntnisse aus Untersuchungen, "aber wir haben keine abschließenden Informationen zur Lage des Flugzeugs, weil die Suche noch läuft", sagte Vize-Verkehrsminister Aziz Kaprawi am Mittwoch in Kuala Lumpur.

MH370 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Ermittler vermuten einen Absturz im Indischen Ozean, Tausende Kilometer von der geplanten Flugroute entfernt. (APA/dpa, 28.1.2015)

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