Spanien unterstützt Dialogzentrum weiterhin

28. Jänner 2015, 09:03
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Ministerpräsident nennt Zentrum in einem Atemzug mit Abdullahs Nahost-Friedensinitiative

Madrid/Wien - Spanien steht weiterhin voll hinter dem Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID). In einem Kondolenzschreiben für den verstorbenen saudischen König Abdullah betonte Ministerpräsident Mariano Rajoy, dass das Zentrum "immer die Unterstützung Spaniens gehabt" habe.

Rajoy nannte das auf Initiative Abdullahs im Jahr 2012 gegründete Zentrum in einem Atemzug mit dessen Nahost-Friedensinitiative im Jahr 2002. "Sie veranschaulichen seinen Einsatz für den Frieden und den Dialog, der im jetzigen Augenblick umso wichtiger ist", so Rajoy. "Beide Initiativen haben immer die Unterstützung Spaniens gehabt." Spanien wolle "die zutiefst freundschaftlichen Beziehungen" zu Saudi-Arabien weiter stärken.

Mögliche Übernahme durch Spanien

Der "Kurier" hatte kürzlich unter Berufung auf "höchste Diplomatenkreise aus Madrid" berichtet, dass Spanien das Abdullah-Zentrum übernehmen wolle, sollte Österreich es aufgeben. Spanien habe nämlich "großes Interesse an der Arbeit und an seinem Funktionieren".

In Österreich drängen vor allem Grüne und SPÖ auf eine Schließung des Zentrums, während die ÖVP auf die negativen internationalen Folgen verweist. In einem Bericht des ÖVP-geführten Außenministeriums wird darauf hingewiesen, dass eine sofortige einseitige Schließung nur unter Missachtung völkerrechtlicher Verträge möglich wäre. Außerdem verweist der Bericht auf negative Konsequenzen für die Beziehungen mit Saudi-Arabien, insbesondere auf Wiens als Sitz der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC). (APA, 28.1.2015)

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