US-Soldat Bergdahl droht Anklage wegen Fahnenflucht

27. Jänner 2015, 20:57
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Unteroffizier verließ Stützpunkt, um nicht an Einsatz teilnehmen zu müssen

Washington - Der im Mai 2014 aus fünfjähriger Taliban-Gefangenschaft freigelassene US-Soldat Bowe Bergdahl soll laut unbestätigten Medienberichten wegen Fahnenflucht angeklagt werden. Man werfe ihm vor, im Juni 2009 seinen Stützpunkt in Afghanistan verlassen zu haben, um sich vor einem gefährlichen Einsatz zu drücken, berichteten die TV-Sender Fox News und NBC am Dienstag unter Berufung auf Militärs.

Das Verteidigungsministerium in Washington wies diese Darstellung jedoch entschieden zurück und nannte die Berichte "schlicht falsch". Es sei noch keine Entscheidung gefallen und es sei auch nicht bekannt, wann sie getroffen werde, sagte der Pentagon-Sprecher John Kirby. Es sei weiterhin auch möglich, dass keine Maßnahmen gegen Bergdahl unternommen würden.

Der Unteroffizier war in einem umstrittenen Austausch gegen fünf Terrorverdächtige aus dem Gefangenenlager Guantanamo freigekommen. Kameraden seiner Einheit hatten ihm bereits zuvor vorgeworfen, die Truppe unerlaubt verlassen zu haben. (red, APA, 27.1.2015)

  • Bowe Bergdahl auf einem undatierten Archivbild
    foto: reuters/u.s. army/handout

    Bowe Bergdahl auf einem undatierten Archivbild

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