AirAsia-Absturz: Streitkräfte stellten Bergung des Wracks ein

27. Jänner 2015, 14:42
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Nach erfolglosen Versuchen den Rumpf zu heben, soll der Einsatz noch in kleinem Umfang fortgesetzt werden

Jakarta/Kuala Lumpur/Singapur - Einen Monat nach dem Absturz einer AirAsia-Maschine in die Javasee schwindet die Hoffnung, alle Todesopfer bergen zu können. Die indonesischen Streitkräfte stellten am Dienstag nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Rumpf des Flugzeugs aus dem Meer zu heben, ihre weitere Unterstützung für den Einsatz ein. Dessen offizielles Ende steht offenbar kurz bevor.

"Alle unsere Truppen werden abgezogen", sagte der Einsatzleiter, Konteradmiral Widodo. "Wir bitten die Familien der Opfer um Entschuldigung." Armeesprecher Fuad Basya sagte, der Rumpf der Maschine sei "zerstört". Bei einem Bergungsversuch sei er "auseinandergebrochen". "Wir können keine weiteren Leichen finden."

70 Todesopfer geborgen

Bisher wurden erst 70 Todesopfer aus dem Meer geborgen. An Bord des Fluges QZ8501 waren insgesamt 162 Menschen. Viele Leichen waren im Rumpf des Flugzeugs vermutet worden. Widodo sagte, die Taucher hätten seit zwei Tagen keine Leichen mehr gefunden.

Die indonesischen Streitkräfte stellten den größten Teil der Bergungstrupps. Der Chef der Einsatzkräfte, Bambang Soelistyo, kündigte an, dass das offizielle Ende des gesamten Einsatzes in Kürze bekannt gegeben werde. In kleinerem Umfang gingen die Bergungsversuche weiter. "Wir versuchen weiter, die Hoffnungen der Angehörigen zu erfüllen, aber die Operation wird keinen großen Umfang haben."

Weiteres Objekt geortet

Am Samstag wurde etwa 500 Meter von dem Wrack entfernt außerdem ein weiteres Objekt geortet, bei dem es sich nach Angaben der Rettungskräfte um das Cockpit des Flugzeugs handeln könnte.

Unterdessen wurde bekannt, dass der für Mittwoch erwartete vorläufige Bericht zum Absturz der AirAsia-Maschine keine Daten der Flugschreiber enthalten wird. Deren Auswertung sei noch nicht abgeschlossen, betonten die Behörden in Jakarta. "Wir haben noch nicht alle Fakten gesammelt. Es wäre falsch, Schlussfolgerungen auf der Grundlage unzureichender Beweise zu ziehen", sagte Ermittler Nurcahyo Utomo. Der Airbus A320-200 der malaysischen Billigfluggesellschaft AirAsia war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya auf der indonesischen Hauptinsel Java nach Singapur ins Meer gestürzt.

Gescheiterter Einsatz

Indonesische Taucher hatten am Wochenende vergeblich versucht, den Rumpf des Airbus aus der Javasee zu bergen. Nach einem gescheiterten Einsatz am Samstag gelang es den Rettungskräften auch am Sonntag nicht, das Flugzeugwrack zu heben.

Der Rumpf war zwar nach Angaben eines ranghohen Vertreters der Marine mit Hilfe luftgefüllter Polster kurzzeitig an die Meeresoberfläche bugsiert worden, wegen eines plötzlich auftretenden Unwetters sei dann aber ein Seil der Halterung gerissen. Das Flugzeugwrack sei daraufhin wieder gesunken. (APA/AFP, 27.1.2015)

  • Nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Rumpf des Flugzeugs aus dem Meer zu heben, stellten die Streitkräfte ihre weitere Unterstützung für den Einsatz ein.
    foto: ap photo/natanael pohan

    Nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Rumpf des Flugzeugs aus dem Meer zu heben, stellten die Streitkräfte ihre weitere Unterstützung für den Einsatz ein.

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