Brauer mit neuen Ideen

Kolumne3. Februar 2015, 10:19
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Um kommerziell Bier zu brauen, braucht man nicht unbedingt eine Brauerei - Aber einen Partner

Vorgezeigt hat es Jim Koch: Mit seiner Boston Beer Company und der Marke Samuel Adams hat er in den vergangenen 31 Jahren bewiesen, dass man vom Homebrewer in die Top-Ränge der Brauindustrie aufsteigen kann, ohne eine relevante eigene Produktion aufzubauen. Immerhin drei Millionen Hektoliter werden von den verschiedenen Sam Adams Marken gebraut, der Großteil in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, die ihre Kapazitäten auslasten. Und dabei dazulernen.

Neue Ideen

Denn Zusammenarbeit - der englische Begriff "collaboration" hat weniger Anrüchiges an sich als das deutsche Wort Kollaboration - bringt Brauer auf neue Ideen. Das funktioniert inzwischen transatlantisch (etwa zwischen Dogfish Head und Birra del Borgo), aber auch innerösterreichisch.

Die Shilling-Brauerei in Kärnten braute ihren ersten Sud in St. Martin im Mühlkreis, BrewAge hat in Hof bei Salzburg gestartet, und neuerdings gibt es in Wien die Collabs-Brewery, die ihr erstes Bier in der Vorwoche vorgestellt hat. Sie nennt es DomRep-Pils, es ist ein extrem gehopftes untergäriges Bier mit einer fruchtigen Hopfennote, die sich dem Mandarina-Bavaria-Hopfen verdankt. Gebraut wurde es bei Bierol, einem Unternehmen, das seinerseits im als Gasthausbrauerei etablierten Stöfflbräu in Schwoich untergekommen ist. (Conrad Seidl, Rondo, DER STANDARD, 30.1.2015)

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