Steuerzahler erbt Hypo/Heta-Frankenproblematik

27. Jänner 2015, 11:28
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Die verschärfte Frankenproblematik bei den Balkanbanken soll nicht der neue Eigentümer Advent/EBRD treffen

Wien/Klagenfurt - Die Republik Österreich - also der Steuerzahler - muss die Mehrkosten schlucken, die sich bei den ehemaligen Balkan-Töchtern der früheren Hypo Alpe Adria wegen der Franken-Freigabe und einhergehender Kursanpassungen summieren. "Das ist ein klassischer Garantiefall", sagte ein Insider am Dienstag. Die durch Garantien abgedeckte Summe wird aber erst errechnet.

Die abermals verschärfte Frankenproblematik bei den Balkanbanken erbt demnach also nicht der neue Eigentümer Advent/EBRD. Die FPÖ geht überschlagsmäßig von einer Milliarde Euro Mehrkosten wegen der Franken-Freigabe aus. Diese Summe bezieht sich allerdings sowohl auf die Ex-Töchter als auch auf die Hypo-Nachfolgegesellschaft Heta - auf Basis von Daten von Mitte 2014.

Offiziell hieß es von einem Sprecher der Hypo-Nachfolgegesellschaft Heta Asset Resolution, dass man davon ausgehe, "dass der Anteil der in Schweizer Franken vergebenen problembehafteten Kundenforderung durch die Kursanpassung des Schweizer Franken weiter ansteigen wird. Dies wird soeben im Kontext der Erstellung des Jahresabschlusses ermittelt."

FPÖ-Finanzsprecher Elmar Podgorschek forderte am Dienstag in einer Aussendung auch einen abschließenden Bericht über den Wert sowie weiteren Bedarf der Heta Asset Resolution. Eine Insolvenz oder andere Abwicklung sei "keineswegs vom Tisch", so Podgorschek. (APA, 27.1.2015)

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