US-Polizei: Radar-Warnung in App Waze hilft "Cop Killern"

27. Jänner 2015, 09:54
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Google-App "Waze" zeigt Nutzern, wo Staus und Radarfallen lauern

Die US-amerikanische Polizei beschwört in einem Interview Gefahren durch die App "Waze", die Nutzern im Straßenverkehr helfen soll. Waze zeigt in Echtzeit, wo Staus entstehen und Radarfallen lauern. Letzteres Feature gefährde aber die Sicherheit von Streifenpolizisten, argumentieren Vertreter der Sicherheitsbehörden: Denn dadurch könnten "Cop Killer" leicht ihr nächstes Opfer finden, so der Polizeichef von Los Angeles gegenüber Associated Press.

Illegal?

Das Waze-Team bestreitet die Vorwürfe: Man sei bemüht, mit Behörden zu kooperien und will natürlich keine Polizisten gefährden. Allerdings könne es wohl nicht verboten sein, Informationen über Streifenwagen, die für jeden sichtbar sind, auszutauschen, so engadget.

waze

Google, das Waze vor zwei Jahren erworben hatte, hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Sichtbar

In den USA war es nach mehreren Fällen polizeilicher Gewalt zu Angriffen auf Polizisten gekommen. Im Dezember wurde in New York zwei Polizisten erschossen – ihr Mörder hatte sein Mobiltelefon laut Engadget allerdings schon Kilometer vor seiner Tat entsorgt. Ob eine App Amokläufern wirklich helfe, sei mehr als fraglich - denn oft ist es ja gerade der Sinn einer Polizeistreife, gesehen zu werden. (fsc, derStandard.at, 26.1.2015)

  • Waze liefert Nutzern in Echtzeit Informationen zum Straßenbild
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    Waze liefert Nutzern in Echtzeit Informationen zum Straßenbild

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