Hoffnung auf Wirkstoff gegen Strahlenkrankheit

26. Jänner 2015, 18:08
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Memphis - Die Therapieansätze bei Strahlenkrankheit haben vor allem das Ziel, die Einwirkzeit ionisierender Strahlung auf den Organismus zu verkürzen. Gängige Maßnahmen wirken dementsprechend nur, wenn sie möglichst unmittelbar nach der Strahlenbelastung zur Anwendung kommen. Nun berichten US-Forscher im Fachblatt "Cell" von einem vielversprechenden Wirkstoff namens DBIBB, der die Überlebensrate strahlenkranker Mäuse drastisch erhöht, auch wenn die Gabe erst Tage nach der Exposition erfolgt. Sollte sich daraus ein Medikament entwickeln lassen, wäre das ein Durchbruch - für die Behandlung nach Strahlenunfällen ebenso wie für die Raumfahrt.

Abstract
Cell: "Combined Mitigation of the Gastrointestinal and Hematopoietic Acute Radiation Syndromes by an LPA2 Receptor-Specific Nonlipid Agonist"

(dare, DER STANDARD, 27.1.2015)

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