Ebola-Erkrankungsfälle laut MSF rückläufig

26. Jänner 2015, 17:29
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Hotspots bleiben - Zurückverfolgung von Übertragungswegen entscheidend

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) registriert einen Abwärtstrend bei den neuen Ebola-Fällen in seinen Behandlungszentren in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Derzeit befänden sich nur etwas mehr als 50 Patienten und Patientinnen in den acht Zentren der Organisation. Dies gebe Anlass zur Hoffnung, man sollte aber wachsam bleiben, hieß es am Montag in einer Aussendung.

Auf Schwachstellen konzentrieren

"Dieser Rückgang ist eine Gelegenheit, die Anstrengungen nun auf die gravierenden Schwachstellen zu konzentrieren, die nach wie vor vorhanden sind" erklärte Brice de la Vingne, Leiter der Einsätze von Ärzte ohne Grenzen in Brüssel. "Wir sind auf dem richtigen Weg, aber das Ende der Epidemie werden wir nur erleben, wenn signifikante Verbesserungen beim Melden neuer Fälle und beim Zurückverfolgen der Kontakte der neu Erkrankten durchgeführt werden."

Fallzahlen rückläufig

In Sierra Leone seien die Fallzahlen rückläufig, Hotspots würden aber bestehen bleiben. Dies treffe vor allem die Hauptstadt Freetown, Western Area und den Distrikt Port Loko. In Guinea ist die Zahl der Neuinfektionen drastisch zurückgegangen. Dennoch gelten 14 der 33 Präfekturen des Landes nach wie vor als "aktiv". Neue Fälle scheinen derzeit in Landesteilen aufzutreten, die bisher als ruhig galten, wie zum Beispiel Boke, Dabola und Siguri. Am stärksten sind die Ebola-Fallzahlen in Liberia zurückgegangen. Im Ebola-Behandlungszentrum der Organisation in Monrovia ("Elwa3") befand sich am 17. Jänner zum ersten Mal seit der Eröffnung des Zentrums kein Patient in Behandlung. Aktuell werden dort zwei Patienten behandelt. (APA, 26.1.2015)

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