Frankenfreigabe schmerzt deutsche Bankkunden

26. Jänner 2015, 07:44
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Bundesbürger haben zahlreiche Fremdwährungskredite in Franken abgeschlossen

Berlin - Deutsche Bankkunden sind von der Abkopplung des Schweizer Franken vom Euro deutlich stärker betroffen als bisher bekannt. Allein die Volks- und Raiffeisenbanken vergaben in den Jahren vor der Eurokrise mehr als 30.000 Fremdwährungskredite, davon den weitaus größten Teil in der eidgenössischen Währung, wie die "Süddeutsche Zeitung" (Montagsausgabe) berichtet.

Zuletzt soll der Umfang der Fremdwährungskredite demnach bei rund sechs Milliarden Euro gelegen sein, davon entfielen schätzungsweise vier bis fünf Milliarden auf Schweizer Franken.

Nach der Abkoppelung vom Euro verteuerte sich der Franken deutlich. Damit wird auch die Rückzahlung von Krediten teurer, die in Franken abgeschlossen wurden. Wie groß die Gesamtschäden für die Kunden sind, lässt sich dem Bericht zufolge bis jetzt erst grob kalkulieren. Rein rechnerisch könnten die jüngsten Verluste bis zu eine Milliarde Euro betragen. (APA, 26.1.2015)

  • Nach der Abkoppelung vom Euro verteuerte sich der Franken deutlich.
    foto: reuters/phil noble

    Nach der Abkoppelung vom Euro verteuerte sich der Franken deutlich.

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