Geschwächte ÖSV-Staffel Vierter in Antholz

25. Jänner 2015, 12:56
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Podest um 7,8 Sekunden verpasst - Sieg an Norwegen vor Deutschland

Antholz - Nicht in Bestbesetzung angetreten und dennoch nahe am Siegespodest. Die österreichische Biathlon-Staffel der Herren hat am Sonntag in Antholz den vierten Rang belegt, nur 7,8 Sekunden trennten Daniel Mesotitsch, David Komatz, Sven Grossegger und Simon Eder von den drittplatzierten Franzosen. Schlussläufer Emil Hegle Svendsen sicherte Norwegen den Sieg vor Deutschland (+16,4 Sekunden).

Dominik Landertinger nach Erkrankung rekonvaleszent, Julian Eberhard in der Früh ausgefallen. Die Vorzeichen vor dem vierten Staffelrennen der Saison waren nicht optimal. Doch Debütant Komatz und Grossegger sprangen in die Bresche und lieferten eine starke Leistung ab. Das ÖSV-Quartett stellte damit die bisher beste Saisonplatzierung vom Heim-Weltcup in Hochfilzen ein.

Stockbruch

Der fehlerlos schießende Mesotitsch übergab trotz eines Stockbruchs als Vierter an Komatz, der dreimal nachladen musste. "Mit den zwei Liegend-Nachladern hadere ich ein bisschen, aber im Laufen konnte ich immer gut mitgehen", meinte der 23-jährige Steirer.

Grossegger (zweimal nachladen) lief von Rang sechs auf vier ("Am Ende hat mir etwas die Kraft gefehlt") und Eder machte den Rückstand auf die drittplatzierten Russen rasch wett. Je ein Fehlschuss (u.a. der letzte Schuss stehend) des Schnellschützen waren aber zu viel, der fehlerfrei schießende Franzose Jean Guillaume Beatrix distanzierte den Vortags-Zweiten in der Verfolgung in einem Anstieg rund 600 Meter vor dem Ziel.

"Das war ein schwieriges Rennen", bilanzierte der Salzburger Eder. "Es hat mir heute etwas die Fitness gefehlt, das habe ich speziell auf der letzten Runde gemerkt. Doch mit Rang vier trotz krankheitsbedingter Ausfälle können wir sehr zufrieden sein. Das zeigt, dass die Marschrichtung stimmt." (APA, 25.1.2015)

Ergebnisse der Staffel-Rennen zum Biathlon-Weltcup in Antholz am Sonntag:

Herren - 4 x 7,5 km:

1. Norwegen (Ole Einar Björndalen/Tarjei Bö/Johannes Thingnes Bö/Emil Hegle Svendsen) 1:15:36,7 Stunden (0 Strafrunden + 5 mal Nachladen)

2. Deutschland (Erik Lesser/Daniel Böhm/Arnd Peiffer/Simon Schempp) + 16,4 Sekunden (0+7)

3. Frankreich (Simon Fourcade/Quentin Fillon Maillet/Simon Desthieux/Jean Guillaume Beatrix) 42,0 (0+5)

4. Österreich (Daniel Mesotitsch/David Komatz/Sven Grossegger/Simon Eder) 49,8 (0+7)

5. Russland 58,5 (0+6) - 6. Tschechien 1:13,1 (0+8)

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