Rechts gegen Links: Punk-Webshop von rechten Hackern attackiert

24. Jänner 2015, 15:24
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Dabei wurden Kundendaten entwendet, die im Netz veröffentlicht werden sollen

Hacker mit rechter Gesinnung konnten offenbar Zugriff auf die Server eines Duisburger Internetshops für Punks erlangen. Dabei wurden Kundendaten von "Impact-Mailorder" erbeutet, die im Netz veröffentlicht wurden. Dies geht aus Ermittlungen der Polizei Duisburg hervor. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Angreifern um eine rechte Gruppe aus Brandenburg handelt. Zudem wurde ein Bekennerschreiben gefunden, welches mit "Nationaler Widerstand" unterzeichnet war.

10.000 Daten

In dem Schreiben wird von einer Vergeltungsaktion gesprochen. "Wir haben nun Namen, Adressen und Telefonnummern, [von] allen die jemals in diesem Shop bestellt haben. Wir werden davon 40.000 sofort veröffentlichen. Die restlichen werden wir noch behalten. Mit jedem Hackerangriff von linksgerichteten Ursprungs (sic!) auf nationale Adressen werden weitere 10.000 Daten veröffentlicht!" heißt es darin.

Keine Bankdaten

Bei dem Bekennerschreiben wurden einige Downloadlinks angeführt, die jedoch laut Spiegel Online nicht funktionieren. Rund 250 Datensätze wurden dabei veröffentlicht. Der Anbieter des Webshops versicherte, dass keine Bankverbindungen unter den kopierten Daten sein. Laut einer Stellungnahme auf der Homepage des Webshops sind diese auf "externen Systemen der Zahlungsanbieter gespeichert".

Vergeltungsschlag

Weiter heißt es dort: "Über die Gegenmaßnahmen unserseits kann ich aus sicher verständlichen Gründen an dieser Stelle nichts schreiben. Da wir aber ein Punk Mailorder und kein weinerlicher Memmenshop sind, werden wir uns von dieser rechten Attacke sicherlich nicht in die Knie zwingen lassen und werden weiter machen! Jetzt erst recht! Wir halten euch hier über die nächsten Schritte auf dem Laufenden. Die letzte Schlacht gewinnen wir." (red, derStandard.at, 24.01.2015)

  • Impact Mailorder kündigte Gegenmaßnahmen an.
    foto: screenshot/webstandard

    Impact Mailorder kündigte Gegenmaßnahmen an.

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