Djokovic marschiert sicher ins Achtelfinale

24. Jänner 2015, 13:05
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Dreisatzsieg gegen Verdasco - Auch Wawrinka weiter ohne Satzverlust - Serena und Venus Williams gaben Satz ab - Marach schaltete Peya im Doppel aus

Melbourne - Novak Djokovic ist auch in der dritten Runde der Tennis-Australian-Open ohne Satzverlust geblieben. Der Weltranglistenerste setzte sich am Samstag in Melbourne gegen den Spanier Fernando Verdasco 7:6(8),6:3,6:4 durch. Ebenfalls noch makellos unterwegs ist Titelverteidiger Stan Wawrinka. Der als Nummer vier gesetzte Schweizer gewann gegen den Finnen Jarkko Nieminen 6:4,6:2,6:4.

Djokovic musste gegen Verdasco im ersten Satz hart kämpfen, behielt im Tiebreak aber knapp mit 10:8 die Oberhand. In der Folge ließ der 27-jährige Australian-Open-Sieger von 2011 bis 2013 nichts mehr anbrennen und zog zum schon neunten Mal in Folge beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres ins Achtelfinale ein.

Etwas überraschend kommt es für den 48-fachen ATP-Turniersieger nun zu einem Duell mit Gilles Muller. Der 31-jährige Luxemburger besiegte John Isner (USA-19) - dieser hatte in der 2. Runde Andreas Haider-Maurer ausgeschaltet - mit 7:6(4),7:6(6),6:4. Muller steht bei seinem zehnten Antreten in Melbourne zum ersten Mal im Achtelfinale.

Wawrinka ist diese Saison weiter ungeschlagen. Der Erfolg gegen Nieminen war der siebente Matchsieg hintereinander für den Chennai-Sieger. "Ich fühle mich großartig, bin zufrieden, wie ich derzeit spiele", sagte Wawrinka. Der 29-Jährige bekommt es nun mit dem Spanier Guillermo Garcia-Lopez zu tun.

Der einen Platz hinter Wawrinka gereihte Kei Nishikori musste mehr kämpfen, um ins Achtelfinale einzuziehen. Der Japaner schaltete den US-Amerikaner Steve Johnson nach Satzrückstand noch mit 6:7(7),6:1,6:2,6:3 aus. Sein nächster Gegner ist entweder der Spanier David Ferrer oder der Franzose Gilles Simon. Der auf Position acht gereihte Kanadier Milos Raonic hatte mit dem Deutschen Benjamin Becker keine Mühe, siegte klar 6:4,6:3,6:3.

Bei den Damen zogen die Schwestern Serena und Venus Williams, jeweils nach einem Fehlstart, zum ersten Mal in den jüngsten fünf Jahren beide ins Melbourne-Achtelfinale ein. Die topgesetzte Serena schaltete die Ukrainerin Jelina Switolina nach einem 4:6 im ersten Satz noch deutlich mit 6:2,6:0 aus. "Sie hat sehr gut gespielt, auf sie muss man in Zukunft schauen. Ich habe hart arbeiten müssen", resümierte die fünffache Australien-Open-Siegerin.

Nun geht es für die 33-Jährige gegen die Spanierin Garbine Muguruza, gegen die sie im vergangenen Jahr bei den French Open überraschend in der zweiten Runde verloren hatte. "Ich habe keinen Druck, nichts zu verlieren", geht Muguruza gelassen ins Spiel.

Serenas 34-jährige Schwester Venus stand gegen die Italienerin Camila Giorgi knapp vor dem Aus, konnte sich aber noch knapp mit 4:6,7:6(3),6:1 durchsetzen und steht damit erstmals seit Wimbledon 2011 wieder einmal in einem Grand-Slam-Achtelfinale. "Es fühlt sich fantastisch an. Ich hoffe aber, dass ich noch weiter kommen kann", sagte die in der Vergangenheit krankheitsbedingt zurückgeworfene Venus Williams.

Als nächste Hürde wartet die als Nummer sechs gesetzte Polin Agnieszka Radwanska, die mit der US-Amerikanerin Varvara Lepchenko beim 6:0,7:5 wenig Mühe hatte. "Es ist immer eine große Herausforderung gegen sie zu spielen. Obwohl sie schon ein bisschen älter ist, spielt sie immer noch großartiges Tennis", hat Radwanska großen Respekt.

Österreich ist Doppel

Aus österreichischer Sicht hält Oliver Marach im Doppel die Fahnen hoch. Der Steirer schaltete gemeinsam mit dem Neuseeländer Michael Venus in der zweiten Runde doch etwas überraschend die als Nummer fünf gesetzte österreichisch-brasilianische Paarung Alexander Peya/Bruno Soares aus. Im Kampf um ein Viertelfinalticket warten auf Marach/Venus nun die Italiener Simone Bolelli/Fabio Fognini.

Für Marach ist es schon jetzt das beste Melbourne-Abschneiden seit 2011, einem Viertelfinale mit Lukasz Kubot. 2009 hatte es der 34-Jährige mit seinem ehemaligen Stammpartner Kubot gar ins Halbfinale geschafft. (APA, 24.1.2015)

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    foto: reuters

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