Mit Christus, Mohammed und Buddha gegen den Terror

23. Jänner 2015, 15:52
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Bischof Benno Elbs lud zum interreligiösen Gebet für Frieden und Toleranz nach Dornbirn. 2.000 Menschen kamen. Darunter ein paar salafistische Provokateure, deren Aktion ins Leere ging

Dornbirn – Christliche, muslimische, buddhistische Geistliche, eine Vertreterin der Bahai-Religion auf den Treppen zur Dornbirner Martinskirche, davor rund 2.000 Menschen: Es war ein buntes Bild, das sich am Donnerstagabend auf dem Dornbirner Marktplatz bot.

Menschen aus unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und konfessionslose Friedensbewegte waren gekommen, um für Frieden und Toleranz zu beten. Die Initiative zum Gebet der Religionen war vom katholischen Bischof Bruno Elbs ausgegangen. "Wir lassen uns vom Terror nicht auseinanderdividieren. Wir lassen uns von der Angst nicht diktieren, wen wir zu unseren Freunden zählen", sagte Elbs.

Provokateure ignoriert

Die friedliche Demonstration vermochte auch eine Gruppe muslimischer Jugendlicher nicht zu stören. Angeführt von einem konvertierten Vorarlberger, der mit der salafistischen Szene sympathisiert, versuchten sie zu provozieren. Die anwesenden Imame seien Verräter, die Gebete der Ungläubigen seien "verlogen". Die Provokationen gingen ins Leere, die Anwesenheit der rund 40 vorwiegend männlichen Jugendlichen wurde ignoriert. Die Geduld der Polizei hatte ein Ende, als der blonde Salafist ein islamistisches Plakat entrollen wollte. Das wurde ihm untersagt, die Gang zog ab. (Jutta Berger, derStandard.at, 23.1.2015)

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