Kärntner Landesregierung mit neuer Kommunikationsstrategie

23. Jänner 2015, 14:40
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Relaunch für Landeszeitung und Web-Auftritt - Bisher extern produziertes Kärnten-TV im Internet nun beim Landespressedienst - Medienpreis wird wiederbelebt

Klagenfurt - Das Land Kärnten erhält eine neue Kommunikationsstrategie. Sowohl die Landeszeitung als auch der Web-Auftritt wurden bzw. werden einem Relaunch unterzogen, das bisher extern produzierte Kärnten-TV im Internet wird künftig vom Landespressedienst gemacht. Erstmals seit Jahren wird auch wieder ein Medienpreis ausgeschrieben, wie Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Freitag vor Journalisten erklärte.

Der Medienpreis wurde 2004 vom damaligen Regierungschef Jörg Haider ins Leben gerufen, von dessen freiheitlichem Nachfolger Gerhard Dörfler wieder eingestellt. Kaiser: "Es war eine exzellente Idee von Haider, die ich gerne wieder belebe, daher wird der Preis in den Kategorien Digital und Print, Hörfunk, TV; Online-Medien und Fotografie ausgeschrieben." Dotiert ist der Preis mit 1.500 Euro pro Kategorie, vergeben wird er am 25. September im Klagenfurter Stadttheater. Das Datum ist bewusst gewählt, damit soll auch das 70-Jahr-Jubiläum des Landespressedienstes gefeiert werden, der am 24. September 1945 gegründet wurde.

Jährliche Kosten von 320.000 Euro

Die neue Kommunikationsstrategie des Landes soll laut Kaiser ohne "Beweihräucherung von Politikern" auskommen. Die Landeszeitung wurde umbenannt und neu gestaltet, sie heißt nun "kärnten.magazin" und wird bis zu sechs Mal im Jahr erscheinen. Da ein Drittel der Bevölkerung keinen Internetzugang habe, müsse die traditionelle Form der Information beibehalten werden, so Kaiser. Die neue Website soll bis Jahresende voll funktionsfähig sein, das Internet-Fernsehen wird ab 1. Februar vom Landespressedienst gemacht, wie dessen Leiter Gerd Kurath erklärte. Dazu kommt noch ein Facebook-Auftritt, der ebenfalls "hausgemacht" sein wird.

Das ganze Paket verursacht künftig jährliche Kosten von 320.000 Euro. "Bisher wurden 760.000 Euro jährlich dafür aufgewendet, wir sind also künftig deutlich billiger, selbst wenn man die einmaligen Herstellungskosten von 171.000 Euro einbezieht", rechnete Kaiser vor. Personalaufstockung im Pressedienst gibt es keine. (APA, 23.01.2015)

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