Studie: Frühzeitiger Zahnarztbesuch bester Kariesschutz

23. Jänner 2015, 12:09
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Jedes fünfte Kind unter drei Jahren hat Karies - Ärzte empfehlen einen Zahnarztbesuch zweimal jährlich

Je früher Kinder das erste Mal zum Zahnarzt gehen, desto geringer ist der Kariesbefall der Milchzähne. Dies ist das eindeutige Ergebnis des mehrjährigen Präventionsprogramms "Vorsorge vor der Sorge" der Zahnmediziner der Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde am Universitätsklinikum Jena (UKJ) und dem Erstbesuchsdienst der Stadt Jena.

Milchzähne von Anfang an pflegen

Am Präventionsprogramm nahmen 512 Familien aus Jena teil. Nun wurde der Einfluss des Projektes auf die Mundgesundheit der teilnehmenden heute drei- bis vierjährigen Kinder analysiert. "Unser Ergebnisse zeigen, dass eine frühzeitige Aufklärung und Sensibilisierung der Eltern für eine optimale Pflege der Milchzähne sorgen kann", sagt Roswitha Heinrich-Weltzien, kommissarische Leiterin der Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde am UKJ.

Projektleiterin Yvonne Wagner appelliert an alle Eltern, ausgehend vom Erfolg des Präventionsprogramms bereits im ersten Lebensjahr ihren Nachwuchs beim Zahnarzt vorzustellen und die Milchzähne ab dem Zahndurchbruch zu pflegen. "Die Studie zeigt, dass bei einem erhöhten Kariesrisiko bis zu vier Zahnarztbesuche notwendig sein können, um den Kariesbefall der Milchzähne zu verhindern", so Wagner. Vielen Eltern sei nicht bewusst, dass Kleinkinder bereits vor ihrem dritten Lebensjahr das erste Mal zum Zahnarzt gehen sollten.

So haben bereits bis zu 20 Prozent der unter Dreijährigen Karies. Die frühkindliche Karies, Mediziner sprechen von Early Childhood Caries (ECC), dürfe nicht unterschätzt werden. Milchzähne, die gerade durchgebrochen sind, werden von dieser Karies befallen. Im schlimmsten Fall kann dadurch in kurzer Zeit das gesamte Gebiss zerstört werden. Die Experten empfehlen, dass auch Kleinkinder - wie Erwachsene - zweimal jährlich zum Zahnarzt gehen sollten. (red, derStandard.at, 23.1.2015)

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    foto: ukj/ heinrich-weltzien
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