Japan ringt um Freilassung von IS-Geiseln 

23. Jänner 2015, 11:39
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IS-Miliz forderte erstmals explizit Lösegeld

Tokio - Die japanische Regierung ringt nach Ablauf des von der Miliz "Islamischer Staat" (IS) gesetzten Ultimatums um die Freilassung zweier Geiseln. Es gebe noch keine Nachricht von den Entführern, sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga am Freitag in Tokio. Die Lage sei ernst. Noch immer bemühe sich die Regierung auf verschiedenen Kanälen um die Freilassung der beiden Japaner.

Details nannte Suga nicht. Kurz von sechs Uhr (MEZ) lief die 72-Stunden-Frist ab, die die radikal-islamischen IS-Kämpfer für die Zahlung von 200 Millionen Dollar (172,15 Mio. Euro) Lösegeld gesetzt hatten. Sollte Japan nicht zahlen, würden die beiden Geiseln getötet, hatten die Entführer in einem am Dienstag im Internet verbreiteten Video erklärt. Es war das erste Mal, dass die IS-Miliz ausdrücklich Lösegeld verlangt hat.

In dem Video wurden die Namen der Verschleppten genannt, ein freier Journalist und Buchautor sowie ein weiterer Mann. Ein schwarz gekleideter Geiselnehmer stand zwischen beiden, ein Messer in der Hand.

Japan will sich Terror nicht beugen

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hatte erklärt, die Rettung seiner beiden Landsleute habe Vorrang. Japan werde sich aber nicht dem Terrorismus beugen. Am vergangenen Wochenende hatte Tokio den Gegnern der IS-Miliz in der Region 200 Millionen Dollar an nicht-militärischer Hilfe zugesagt.

Der IS hat große Teile des Iraks und Syriens unter seine Kontrolle gebracht und dort ein Kalifat ausgerufen. Die Miliz geht mit enormer Brutalität gegen Andersgläubige sowie jene Muslime vor, die ihre fundamentalistische Auslegung des Islams nicht teilen. (APA, 23.1.2015)

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