Hutchison will britische O2 schlucken

23. Jänner 2015, 10:07
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Asiens reichster Mann Li Ka-shing will mit seinem Mischkonzern Hutchison Whampoa 13,4 Milliarden Euro zahlen

Madrid/London - Asiens reichster Mann Li Ka-shing will den britischen Mobilfunkanbieter O2 für bis zu 13,4 Mrd. Euro kaufen. Lis Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa gab am Freitag exklusive Verhandlungen mit der spanischen O2-Mutter Telefonica bekannt. Hutchison ist bereits mit Three Mobile auf dem britischen Mobilfunkmarkt und würde zusammen mit dem Branchenzweiten O2 zum neuen Primus aufsteigen.

Zusammen würden Three und O2 den bisherigen Platzhirsch EE ablösen, der der Deutschen Telekom und dem französischen Anbieter Orange gehört. In Österreich ist Hutchison mit dem Mobilfunker "Drei" ("3") vertreten.

Lis Geschäftsimperium reicht weit über Telekommunikation hinaus und erstreckt sich auch auf Immobilien, Medien Biotechnologie, Häfen und Einzelhandel. Für O2 will sein Hutchinson-Konzern 9,25 Mrd. Pfund (12,1 Mrd. Euro) zahlen. Sollten später bestimmte Finanzziele damit erreicht werden, könnte eine weitere Milliarde (1,3 Mrd. Euro) fließen, gab Hutchison bekannt. O2 wäre bisher die größte Akquisition Lis überhaupt, dessen Three Group auch in anderen europäischen und asiatischen Ländern aktiv ist.

Umstrukturierung

Bisher hat Li für den Kauf der britischen Northumbrian Water Group im Jahr 2011 mit 7,5 Mrd. Pfund am meisten auf den Tisch gelegt. Erst jüngst hatte sein Konglomerat Cheung Kong Infrastructure (CKI) die Übernahme des ebenfalls britischen Eisenbahnkonzerns Eversholt Rail für 2,5 Mrd. Pfund angekündigt.

Telefonica hatte O2 im Jahr 2006 übernommen. Hutchison hatte früheren Reuters-Informationen zufolge auch ein Auge auf EE geworfen. Inzwischen verhandelt aber der frühere Staatsmonopolist BT exklusiv über einen Kauf von EE.

Hutchison Whampoa befindet sich derzeit in einer tiefgreifenden Umstrukturierung. Der Konzern spaltet sich in zwei börsennotierte Gesellschaften auf. Eine konzentriert sich auf Immobilien, die andere auf Telekommunikation, Häfen, Infrastruktur und andere Branchen. Als Konsequenz hat Hutchinson umgerechnet gut sechs Milliarden Euro mehr für Zukäufe zur Verfügung. (APA, 23.1.2015)

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