Bildungsreform: "Der Boden hat nicht gebebt"

22. Jänner 2015, 17:37
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Harmonie bei Auftakttreffen der Bildungsreformer - Personalrochaden im Unterrichtsministerium

Wien - Auch wenn die Sitzplätze im Audienzsaal des Unterrichtsministeriums streng nach Parteizugehörigkeit eingenommen wurden, "Farbenlehre gab es keine" beim ersten Treffen der politischen Reformkräfte am Wiener Minoritenplatz, ließ Hausherrin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) im Anschluss wissen. Auf der schwarzen Seite des Verhandlungstisches reihten sich Staatssekretär Harald Mahrer, Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll sowie Innenministerin Johanna Mikl-Leitner aneinander. Die Ministerin scharte Kanzleramtsminister Josef Ostermayer sowie die Landeschefs von Burgenland und Kärnten, Hans Niessl und Peter Kaiser, um sich.

Angeblich verlief die Trennlinie auch nicht zwischen Bund und Ländern, wo es ja durchaus Auffassungsunterschiede gibt, wie das Bildungssystem künftig organisiert sein soll. Stichwort Zuständigkeit für das Lehrpersonal, Schließen von Kleinschulen.

Bewerten, Tempo machen

Beim zweistündigen Austausch am Donnerstag wurden laut Mahrer alle Differenzen hintangestellt: "Der Boden hat nicht gebebt, weil jemand gehupft ist." Vielmehr wolle man diverse Expertenpapiere "gemeinsam politisch bewerten". Und "Tempo machen", etwa bei der Sprachförderung, erklärte Heinisch-Hosek. Da man Strukturfragen als "unterstützende Nachfolgefragen" definiert, werden die auch beim nächsten Treffen Anfang März nicht im Vordergrund stehen. Ministerielle Zeitvorgabe für die AG: "Wir wollen heuer sehr viel weiterbringen."

Personalrochaden

Im Unterrichtsministerium selbst geht zumindest personell einiges weiter: Romana Rotschopf, früher Frauenbeauftragte der Salzburger Landesregierung, wird neue Kabinettschefin. Auch die erst seit kurzem aktive Pressesprecherin Heinisch-Hoseks, Veronika Maria, bekommt ab Mitte Februar Unterstützung: Johanna Griessmayr, bislang Assistentin im Verkehrsministerium, wechselt ins Team. Und mit Andreas Thaller übernimmt der bisherige Sektionschef für Personal und Budget im Sozialministerium die wichtige Sektion für Personal- und Schulmanagement. (Karin Riss, DER STANDARD, 23.1.2015)

  • Rote und schwarze Verhandler trennt beim ersten Arbeitstreffen im Bildungsministerium angeblich nur der Tisch in der Mitte.
    foto: standard/matthias cremer

    Rote und schwarze Verhandler trennt beim ersten Arbeitstreffen im Bildungsministerium angeblich nur der Tisch in der Mitte.

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