Senioren spielen "GTA 5": "Es macht Spaß, böse Dinge zu tun"

23. Jänner 2015, 09:50
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Ältere Semester lernen Rockstars Gangster-Epos kennen

Nicht viele Spiele werden heißer diskutiert als die "Grand Theft Auto"-Reihe. Während sich diese bei den Käufern hoher Beliebtheit erfreut, wird auch regelmäßig Kritik am Spielziel und der abgebildeten Gewalt laut. Oft sind es Menschen älteren Semesters, die diesem und anderen Actiongames skeptisch Gegenüberstehen.

Das Team des "React"-Channels auf Youtube hat nun eben Menschen jener Altersgruppe zu einem Testausflug nach Los Santos gebeten – und bemerkenswerte Reaktionen gesammelt.

30 Minuten in Los Santos

Den Teilnehmern wurden lediglich die Grundlagen der Steuerung erklärt, ehe sie für eine halbe Stunde in der virtuellen Metropole auf sich allein gestellt waren. Nach anfänglichen Problemen mit der Handhabe der Spielfigur und kleineren Unfällen zeigt sich jedoch die große Mehrheit angetan.

react

"Man braucht ja ein Ventil"

Es ist eine "eigenartige Befriedigung", schildert etwa ein Herr sein Spielerlebnis. "Es ist lustig, ich weiß aber nicht warum", meint er und betont gleichzeitig, dass er freilich nie einen realen Mord begehen würde. Eine Aussage, die auch von anderen getroffen wird.

Mit einem Maschinengewehr um sich schießend hält eine Dame fest, dass es okay sei, gewalttätig zu sein. "Es ist nur ein Spiel", betont sie. "Man braucht ja ein Ventil." Eine andere Frau pflichtet ihr bei und meint: "Es macht Spaß, böse Dinge zu tun." Man könne von der Arbeit heimkommen und sich in eine "ganz andere Welt" versetzen lassen, schwärt ein anderer Senior.

Eine Dame allerdings mag nicht so recht gefallen am Gangsterdasein finden. "GTA 5" konzentriere sich nur auf die "dunkle Seite" des Lebens. Sie finde es nicht gut, dass in dem Spiel "das Böse glorifiziert" würde. (gpi, derStandard.at, 23.01.2015)

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