Europas grüne Wirtschaft bündelt Kräfte

22. Jänner 2015, 15:53
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Europas grüne Unternehmer fordern eine Wirtschaftswende und den TTIP-Stopp

Wien - "Die engere Zusammenarbeit bei Themen wie TTIP, Gentechnik und sozialen Standards ist ein logischer Schritt, der sich aus unseren jeweiligen nationalen Anliegen ergibt ", leitete Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, am Donnerstag den offiziellen Gründungsakt von Ecopreneur.eu ein. "Es braucht einfach ein Gegengewicht zur Übermacht der herkömmlichen Wirtschaftsverbände auf europäischer Ebene." Man wolle die Stimme der Unternehmen und EPUs stärken, die ökologisch und sozial nachhaltig wirtschaften wollen, so der Grüne.

Im Fokus steht der Stopp des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) mit den USA bzw. auch des Abkommens mit Kanada (CETA) "zumindest in ihrer bisher geplanten Form". Weiters auf der Agenda: Ein Ende des Steuerwettbewerbs in der EU und die Schaffung einer Sozialunion.

Mehr Umwelt- und Klimaschutz

Klaus Stähle, Vorstand des deutschen Gründungsmitglieds UnternehmensGrün, strich heraus, dass die ökologische Nachhaltigkeit ein Kernanliegen aller Mitgliedsunternehmen sei. In den grünen Märkten Landwirtschaft bzw. Ernährung liege ein großer Hebel für mehr Umwelt- und Klimaschutz: "Wir müssen weg von der Massentierhaltung und Agrarindustrie, denn nur eine bäuerliche Landwirtschaft garantiert die ökologische und nachhaltige Versorgung in den Regionen und damit auch deren Widerstandsfähigkeit", so Stähle.

Für das französische Gründungsmitglied Entreprendre Vert stellte Vorstand Frédéric Benhaim fest: "Unsere nachhaltigen Unternehmer in Frankreich suchen Inspiration und konkrete Projekte durch die grenzübergreifende Vernetzung." Gehofft wird, dass man schneller die kritische Masse für politische Anliegen zusammenbringen werde. (rebu, derStandard.at, 22.1.2014)

Gegründet wurde Ecopreneur.eu von den Unternehmerverbänden UnternehmensGrün (Deutschland), Entreprendre Vert (Frankreich) und Grüne Wirtschaft (Österreich). Als neuer Akteur in Brüssel will sich der Verband für die Anliegen von rund 1000 Mitgliedsunternehmen einsetzen. Neben Frankreich, Deutschland und Österreich sollen Wirtschaftsinitiativen aus Spanien, Dänemark, Norwegen und England dazustoßen, weitere Länder sind im Gespräch.

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