Heftige Spekulationen über Termin für Wien-Wahl

22. Jänner 2015, 14:42
77 Postings

SPÖ dementiert Gerüchte über bereits feststehenden Wahltermin am 14. Juni. Eine Wahl im Juni wird aber immer wahrscheinlicher

Wien - Die Spekulationen über den konkreten Termin für die Wien-Wahl in diesem Jahr haben ordentlich Fahrt aufgenommen. Wie DER STANDARD bereits Ende November berichtete, mehren sich die Anzeichen, dass die Wahl vom regulären Termin Anfang Oktober auf Juni vorverlegt wird. Offizielle Bestätigungen gab es dafür aber noch nicht.

Ein aktueller Onlinebericht der Presse, die von einem feststehenden Wahltermin am 14. Juni berichtete, veranlasste die Wiener SPÖ zu einem sofortigen Dementi. "Es gibt noch keinen Wahltermin", erklärte das Büro von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ). Ein Sprecher von Landesparteisekretär Georg Niedermühlbichler sprach von "Humbug". Ausschließen wollte man den Termin freilich auch nicht.

Mai, Juli, Oktober ebenfalls angeführt

Eine Agentur hat dem Wiener SPÖ-Vorstand eine Wahlkampagne präsentiert. Laut den internen Dokumenten soll auf einer Folie der Wahltermin 14. Juni vermerkt worden sein, schreibt die "Presse". "Das ist richtig", heißt es aus dem Büro des Bürgermeisters. Allerdings seien in der Präsentation auch andere mögliche Wahltermine im Mai, Juli und Oktober angeführt worden. Noch habe man sich nicht auf einen Termin festgelegt.

Aus internen SP-Kreisen war aber zu erfahren, dass sich der 14. Juni als bevorzugter Termin herauskristallisiert habe. Als Alternativtermin sei der 6. Oktober im Gespräch, der spätestmögliche Wahltermin.

Keine Gespräche mit Koalitionspartner

Die Grünen verfolgen die Spekulationen ebenfalls mit Interesse. Mit dem Koalitionspartner habe es bezüglich eines konkreten Termins jedenfalls noch keine Gespräche gegeben, hieß es aus dem Büro von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Dass die rot-grüne Koalition eher früher als später wählen will, ist auch auf die zunehmenden internen Streitigkeiten und Konflikte zurückzuführen. In den Verhandlungen über ein neues, faireres Wahlrecht sind die Fronten festgefahren. Eine Lösung ist nicht in Sicht, obwohl Häupl diese im Dezember für diese Woche angekündigt hatte. (David Krutzler, derStandard.at, 22.1.2015)

Share if you care.