Belgien: Museum sagt "Charlie Hebdo"-Schau ab

22. Jänner 2015, 14:22
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Hergé-Museum begründet die Absage mit Warnungen der Polizei vor Anschlägen

Louvain-la-Neuve – Das Museum zu Ehren des "Tim und Struppi"-Zeichners Hergé im belgischen Louvain-la-Neuve hat sich dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen eine geplante Ausstellung über das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" abzusagen. Diese hätte am Donnerstag eröffnet werden sollen. "Die Polizei hat uns das Risiko vor Augen geführt, zum Ziel von Anschlägen zu werden", hieß es in einer Erklärung am Donnerstag.

Es gehe um die Sicherheit nicht nur der Angestellten des Museums, sondern auch der Bürger von Louvain-la-Neuve, sagte Direktor Nick Rodwell. Man könne die Entscheidung überdenken, sollte sich in den kommenden Tagen und Wochen die Alarmstufe verringern.

Bei der geplanten Ausstellung ist zunächst eine Wand zu sehen, auf der sich von Hergé gezeichnete Bilder und der Schriftzug "Die Tinte muss fließen, nicht Blut" finden. Auch Fotos der beim Anschlag auf "Charlie Hebdo" am 7. Jänner getöteten Zeichner sind zu sehen. (APA, 22.1.2015)

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