Djokovic und Wawrinka souverän, Wozniacki out

22. Jänner 2015, 13:52
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Ungesetzte Asarenka ließ nach Stephens auch Wozniacki purzeln, von den Topfavoriten hatte nur Wawrinka leichte Probleme

Melbourne - Der vierte Hauptbewerbstag der Australian Open hat keinen aus dem engen Favoritenkreis straucheln gesehen. Der Serbe Novak Djokovic und der Schweizer Titelverteidiger Stan Wawrinka gaben in ihren Zweitrundenspielen ebenso keinen Satz ab wie die US-Amerikanerin Serena Williams und die Tschechin Petra Kvitova. Eine klare Schlappe bezog hingegen Caroline Wozniacki.

Die Dänin war zwar als Nummer acht gesetzt, ihre Niederlage gegen die ungesetzte Victoria Asarenka war aber nicht unbedingt eine Überraschung. Die Weißrussin hatte das Turnier 2012 und 2013 gewonnen, ehe sie die gesamte Saison 2014 durch Fuß- und Knieprobleme gehandicapt war. Nun ließ die Weltranglisten-44. einem 6:3, 6:2 gegen die US-Amerikanerin Sloane Stephens ein 6:4, 6:2 gegen US-Open-Finalistin Wozniacki folgen. Im Viertelfinale könnte es zum Duell der Ex-Ranking-Ersten mit der aktuellen kommen, nämlich Serena Williams.

Die US-Amerikanerin hatte gegen die Russin Vera Swonarewa bei 3:5 Satzbälle abzuwehren, holte aber die verbleibenden zehn Games. Ihre Schwester Venus (Nr. 18) ist nach einem 6:2, 6:3 gegen ihre Landsfrau Lauren Davis weiter.

Djokovic ließ dem Russen Andrej Kusnezow mit einem 6:0, 6:1, 6:4 nicht den Funken einer Chance und zog zum neunten Mal in Folge in die dritte Melbourne-Runde ein. Sein nächster Gegner wird der Spanier Fernando Verdasco (31) sein. "Die ersten zwei Sätze waren definitiv hervorragend", sagte der 27-jährige Djokovic. "Ich habe meinen Match-Plan fast zu 100 Prozent umgesetzt."

Wawrinka bewältigte bei seiner Titelverteidigung die Aufgabe gegen den rumänischen Qualifikanten Marius Copil mit einem 7:6 (4), 7:6 (4), 6:3. Bei schwül-warmem Wetter hatte der Eidgenosse in den ersten beiden Sätzen sogar fünf Punkte weniger als sein Gegner gemacht. Dabei schlug Copil (ATP-194.) mit 242 km/h das bisher härteste Ass im Turnierverlauf. "Ich bin froh, weiter zu sein", atmete der 29-jährige Wawrinka danach durch.

Als einziger Deutscher steht Benjamin Becker in Runde drei, nachdem er im Duell zweier 33-Jähriger gegen Lokalmatador Lleyton Hewitt einen 0:2-Rückstand umgedreht hatte - übrigens erstmals in seiner Karriere. "Das ist etwas Großes für mich, dass ich das in der späten Phase meiner Karriere noch geschafft habe", sagte Becker. Für Hewitt waren es die 19. Australian Open en suite.

Becker bekommt es in Runde drei mit Milos Raonic (8) zu tun, der Kanadier eliminierte den US-Amerikaner Donald Young in drei Sätzen. Der japanische US-Open-Finalist Kei Nishikori blieb gegen den Kroaten Ivan Dodig in vier Durchgängen siegreich. Einen beachtlichen Comeback-Sieg nach 1:2-Rückstand landete Jerzy Janowicz gegen den Franzosen Gael Monfils (17), der Pole gewann 6:4, 1:6, 6:7 (3), 6:3, 6:3. (APA, 22.1.2015)

  • Til den bitre ende.
    foto: ap/lee jin-man

    Til den bitre ende.

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