Ferguson: Laut FBI-Ermittlungen keine Bürgerrechte verletzt

22. Jänner 2015, 05:48
63 Postings

Schütze muss nicht mit einer Anklage der US-Bundesbehörden rechnen

New York - Der US-amerikanische Polizist, der im August in Ferguson einen unbewaffneten schwarzen Teenager erschossen hat, muss nicht mit einer Anklage der US-Bundesbehörden rechnen. Ermittlungen der Bundespolizei FBI hätten ergeben, dass es keine Hinweise auf eine Verletzung der Bürgerrechte gebe, berichtete die "New York Times" am Mittwoch unter Berufung auf nicht genannte Justizbeamte.

Letztes Wort liegt beim Justizminister

Die Beamten des Justizministeriums wollten ihren Vorgesetzten daher empfehlen, keine Anklage zu erheben. Allerdings hätten letztlich Justizminister Eric Holder und sein Bürgerrechtsbeauftragter Vanita Gupta das Sagen, ob der Fall tatsächlich zu den Akten gelegt wird. Es wäre aber sehr ungewöhnlich, wenn sie sich über die Empfehlungen ihrer Experten hinwegsetzen würden, schrieb die Zeitung. Allerdings liefen die Ermittlungen wegen exzessiver Gewalt der Polizei von Ferguson weiter.

Der weiße Polizeibeamte hatte den schwarzen Jugendlichen Michael Brown in der Vorstadt von St. Louis erschossen. Das hatte im Sommer landesweite Empörung sowie tagelange Unruhen in Ferguson ausgelöst. Die Polizei ging damals mit Gewalt gegen die Demonstranten vor, mehrfach fielen Schüsse, es gab Verletzte.

Später kam eine Geschworenenjury zu dem Urteil, dass keine Anklage gegen den Polizisten erhoben wird. Daraufhin brachen erneut Proteste aus. (APA, 22.1.2015)

  • Auch am Martin Luther King Jr. Day wird in Ferguson gegen die jüngsten Fälle von Polizeigewalt gegen unbewaffnete Schwarze protestiert.
    foto: ap photo/jeff roberson

    Auch am Martin Luther King Jr. Day wird in Ferguson gegen die jüngsten Fälle von Polizeigewalt gegen unbewaffnete Schwarze protestiert.

Share if you care.