Wandel im Wigelwagel

21. Jänner 2015, 17:00
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Das Mak präsentierte am Mittwoch sein Jahresprogramm 2015

Wien - Digitalität helfe an sich gegen den Klimawandel, sagte Direktor Christoph Thun-Hohenstein auf der Jahrespressekonferenz des Museums für angewandte Kunst (Mak) am Mittwoch. Weil sich vieles im Virtuellen abspiele, müsse weniger auf klimagefährdende Art produziert werden. Die Kehrseite der Medaille sei jedoch, dass die Technologie den Menschen mitunter wegrationalisiert.

Die Würde des Menschen zu bewahren im Zeitalter seiner Verschmelzung mit der Maschine, das ist laut Thun-Hohenstein für einen "positiven Wandel" ebenso entscheidend, wie die kreativen Kräfte von Gehirn und Computer geschickt zu verbinden.

Solche Verantwortung wollen also die Projekte übernehmen, die das Mak 2015 zeigt. Etwa im Rahmen der Vienna Biennale Ideas for Change. Die Schau Uneven Growth thematisiert das Wachstum von Megacitys, 2051: Smart Life in the City untersucht technologische Einflüsse auf urbanes Zusammenleben. Mapping Bucharest (kuratiert von Peter Weibel) stellt zeitgenössische rumänische Kunst vor, während die schwedische Kuratorin Maria Lind fragt, ob Kunst treibende Kraft einer neuen Aufklärung sein könne.

Abseits der Biennale präsentiert unter anderem das österreichische Designstudio Eoos seine Arbeit. Eingeladen wurde aber auch der Künstler Alfredo Barsuglia, der im vergangenen Jahr den sogenannten "Social Pool" in der Mojave-Wüste installierte.

Im Oktober steht The Happy Show des Grafikdesigners Stefan Sagmeister an: Auch das Glück sei schließlich ein entscheidender Faktor für den positiven Wandel, denn Verantwortung werde am ehesten wahrgenommen, wenn sie Freude und Spaß macht, so Thun-Hohenstein. (rg, DER STANDARD, 22.1.2015)

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