Villacher Forschungszentrum CTR erhält COMET-Status

21. Jänner 2015, 16:24
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Im Mittelpunkt steht die Entwicklung neuer Sensor-Technologien

Villach - Das Villacher Forschungszentrum CTR (Carinthian Tech Research AG) erhielt von einer internationalen Expertenjury für bis zu acht Jahre den COMET-Status - das bedeutet Exzellenz-Förderung und mehr Mittel. Im Rahmen des Förderungsprogramms COMET (Competence Centers for Excellent Technologies) wird es 2015 bis 2018 18,4 Millionen Euro Forschungsvolumen geben. Die Mittel kommen von Industrie und anderen Fördergebern.

Das außeruniversitäre Forschungszentrum CTR wurde 1998 als erstes Kplus-Zentrum Österreichs ins Programm aufgenommen. Seit 2008 ist CTR als COMET K1-Zentrum für intelligente Sensorik positioniert. Mit dem neuen COMET K1-Zentrum ASSIC (Austrian Smart Systems Integration Research Center) sollen neueste Sensor-Technologien (Photonik, Sensorik, Energie- und Mikrosystemtechnik) entwickelt werden.

Dies umfasst Machbarkeitsstudien, Simulationen, Tests, Entwicklung von Prototypen und Systementwürfe. Die Bauteile und Systeme können in Automobilen, Mobiltelefonen, in der Medizintechnik, der Unterhaltungselektronik oder auch in Haushaltsgeräten angewendet werden.

Weiterer Ausbau

Ein Ausbau der räumlichen Kapazitäten ist vorgesehen: Zusätzlich zum bestehenden Technologiepark wird derzeit am Standort der Hightech-Campus Villach errichtet. Für CTR und ASSIC stehen künftig rund 3.000 Quadratmeter Fläche bereit.

Die CTR hat seit 1997 über 75 Patente realisiert und beschäftigt 60 Mitarbeiter. Zu den Forschungspartnern zählen u.a. Infineon Technologies, Philips Austria, Siemens sowie die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA), die TU Wien, die Universität Delft, die TU Dresden und das Danish Technological Institute. Die Forschungsergebnisse sollen bis 2018 zu 20 Patenten und 180 Publikationen führen. Darüber hinaus sollen 24 Doktoratsstudenten und 52 Diplomanden am Zentrum partizipieren und ihre wissenschaftlichen Forschungen durchführen.

Forschungs- und Entwicklungspartner kommen unter anderem aus der Industrie (16) und dem Wissenschaftsbereich (9), darunter Infineon, EPCOS, AVL List, ABB, AT&S, Datalogic und auch regionale KMU wie die Villacher TIPS Messtechnik. Universitäre Partner sind die TU Wien, Graz und Dresden, die Uni Freiburg, die Ecole Polytechnique Lausanne oder das VTT Technical Research Centre of Finland. (APA/red, derStandard.at, 21. 1. 2015)

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