Moody's korrigiert Zahlen für Österreich-Banken

21. Jänner 2015, 13:55
posten

Wien - Die Ratingagentur Moody's hat heute, Mittwoch, in einem aktualisierten Kommentar zur Freigabe des Franken-Wechselkurses die vor zwei Tagen veröffentlichten Zahlen für die österreichischen Banken "upgedatet" bzw. korrigiert.

So schätzt die Ratingagentur nunmehr das ausstehende Franken-Fremdwährungskreditvolumen bei der Bank Austria auf 12,4 Mrd. Euro, bei der Erste Group auf 9,9 Mrd. Euro und bei der Raiffeisenbank International (RBI) auf 4,3 Mrd. Euro. Ergänzt wurden die Zahlen um den Volksbanken-Sektor, der 2,6 Mrd. Euro halten soll. Alle Zahlen diesmal per Ende September 2014. Weiters entfielen per Jahresende 2013 auf die Bawag 2,3 Mrd., auf die Hypo Vorarlberg 1,8 Mrd. und auf die Hypo Tirol 711 Mio. Euro.

Das Fremdwährungskreditvolumen von Bank Austria, Erste und RBI enthält auch die in Osteuropa vergebenen Frankenkredite. Die RBI habe ein bedeutendes Volumen in Polen vergeben, heißt es, wo 29 Prozent der Kredite auf Franken lauten. Der Anteil der von der Bank Austria in Osteuropa vergebenen Franken-Kredite am CEE-Kreditvolumen wird von 2 auf 3 Prozent revidiert.

Unter den nur in Österreich tätigen Banken schätzt die Ratingagentur unverändert die Hypo Vorarlberg und Hypo Tirol als die von einem festeren Franken am stärksten betroffenen Banken ein. Der Anteil der Franken-Kredite im Kreditbuch der Hypo Vorarlberg wird jedoch von 29 auf 22 Prozent korrigiert, bei der Hypo Tirol von 14 auf 12 Prozent.

Deutlich fällt auch die Korrektur der Zahlen für die Erste Group aus. Statt den genannten 17 Prozent beträgt demnach der Anteil der Franken-Kredite am CEE-Kreditportfolio bei unverändertem Stichtag nur 6 Prozent, heißt es jetzt. Der Anteil der Franken-Kredite am inländischen Kreditvolumen im Volksbankensektor wird dagegen von 7 auf 11 Prozent revidiert. (APA, 21.1.2015)

Share if you care.