Alessandro Michele soll neuer Chefdesigner bei Gucci sein

21. Jänner 2015, 13:38
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42-jähriger Römer ersetzt laut Medienberichten die aus dem Konzern ausgeschiedene Frida Giannini

Alessandro Michele soll nach Angaben italienischer Medien der neue Gucci-Chefdesigner sein. Die Berufung des Italieners soll demnächst vom Mutterkonzern Kering bestätigt werden. Der Römer, der seit 2002 für Gucci arbeitet und für den Bereich Accessoires zuständig war, ersetzt die vorzeitig zurückgetretene Stardesignerin Frida Giannini.

foto: ap/antonio calanni
Alessandro Michele hat gerade in Mailand die Herbst/Winter Kollektion von Gucci präsentiert.

Im Dezember hatte Gucci die Trennung von Giannini und ihrem Ehemann, Geschäftsführer Patrizio Di Marco, angekündigt. Die beiden gelten als Opfer sinkender Umsätze. Di Marco wurde durch den Manager Marco Bizzarri ersetzt. Die 42-jährige Giannini war seit 2006 Chefdesignerin bei dem 1921 gegründeten toskanischen Modehaus. Sie war erst 34 Jahre alt, als sie in die Fußstapfen von Tom Ford trat. Frida Giannini gilt als eine der mächtigsten und einflussreichsten Frauen in der Modebranche und ist mit einigen der prominentesten Stars des Showbiz vertraut. Die Römerin hat der Marke Gucci einen neuen Look verpasst.

"Rechte Hand"

Michele war jahrelang Gianninis "rechte Hand". Er war erst seit wenigen Monaten Kreativdirektor bei dem ebenfalls zum Gucci-Imperium gehörenden Porzellanhersteller Richard Ginori. Mit dem Umbau an der Gucci-Spitze sollen der Marke neuer Schwung gegeben und ihre Weiterentwicklung beschleunigt werden, verlautete aus Guccis Mutterkonzern Kering. Das toskanische Unternehmen hatte zuletzt mit schwächelnden Umsätzen zu kämpfen. Die Luxusmarke hat vor allem die Folgen des schwierigen Geschäftsumfelds in China zu spüren bekommen.

Gucci erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,56 Milliarden Euro. Das Wachstum blieb zuletzt aber hinter den Erwartungen zurück. Di Marco, seit Anfang 2009 an der Gucci-Spitze, sei mit seiner Strategie gescheitert, die Marke mit teureren Produkten im oberen Luxussegment zu etablieren, kommentierten italienische Medien. (APA, derStandard.at, 21.1.2015)

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