Jemen: Präsident Hadi in Residenz eingeschlossen

21. Jänner 2015, 12:22
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Machtverhältnisse unklar - Südjemen startet Handelsblockade

Sanaa - Nach der Erstürmung des Präsidentenpalastes in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hält sich Präsident Abed Rabbo Mansour Hadi offenbar in seiner Residenz auf und ist dort eingeschlossen. Ein Regierungsmitglied bestätigte am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa zufolge, dass Hadi dort verweile. Auch ein Sprecher der schiitischen Huthi-Miliz sagte am Mittwoch, dass sich der Staatschef in seiner Residenz aufhalten würde, sich dort aber frei bewegen könne.

Am Dienstagabend war der Präsidentenpalast von Huthi-Rebellen gestürmt worden; weitere Regierungsgebäude wurden umstellt. Vor der privaten Residenz Hadis patrouillieren mittlerweile Huthi-Rebellen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Zudem schottet sich nun der sunnitische Süden des Landes gegen mögliche Angriffe der Huthi-Rebellen ab. Seit Mittwochmorgen sind See- und Flughafen der wirtschaftlich bedeuteten Stadt Aden geschlossen. "Die Entscheidung ist eine Reaktion auf den Putsch in Sanaa", sagte ein Sicherheitsbeamter aus Aden. Die Stadt bleibe abgeriegelt, bis sich "die Dinge in Sanaa geregelt haben".

Aden ist die zweitgrößte Stadt des Jemens und war Hauptstadt des sozialistisch geführten Südjemens, der 1990 mit dem von Sanaa aus regierten Nordjemen verschmolzen wurde. (APA, red, derStandard.at, 21.1.2015)

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