Stresspegel im Job steigt

21. Jänner 2015, 09:31
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IT-Probleme und Unterbesetzung, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung setzen Mitarbeitern zu

Arbeitnehmer leben am Stresslimit: 43 Prozent der Beschäftigten in Österreich sind gestresster als noch vor fünf Jahren. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 53 Prozent. Globaler Spitzenreiter in Sachen Burn-Out ist China. Hier geben 78 Prozent der Studienteilnehmer an, sich ausgebrannter zu fühlen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Regus, dem globalen Anbieter von flexiblen Arbeitsplätzen, in der 22.000 Berufstätige in 100 Ländern zu ihrem Arbeitsumfeld befragt wurden.

Als besondere Stressfaktoren werden in Österreich mangelhafte IT-Ausstattung (26 Prozent), Unterbesetzung im Team (21 Prozent) sowie Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung (15 Prozent) genannt.

Doch wie lässt sich der Arbeitsalltag verbessern? 83 Prozent der Befragten in Österreich (74 Prozent weltweit) sind der Meinung, dass ein Wechsel der Arbeitsumgebung zu mehr Entspannung und einer besseren Work-Life-Balance verhelfen würde.

Die freie Arbeitsplatzwahl erscheint offenbar vielen Berufstätigen als des Rätsels Lösung. 49 Prozent der Österreicher (60 Prozent weltweit) sind überzeugt, dass mobile Mitarbeiter eine bessere Work-Life-Balance haben als Angestellte an ihrem Firmenschreibtisch.

43 Prozent der österreichischen Befragten (69 Prozent weltweit) sind der Meinung, dass auch nur die gelegentliche Möglichkeit zum flexiblen Arbeiten in der Vergangenheit zu einer Entlastung geführt hat. Noch mehr Wert auf dieses Privileg legen die Chinesen und Inder: Hier sind neun von zehn Mitarbeitern überzeugt, von einer mobilen Arbeitsweise zu profitieren.

Auch Freelancer wirken entspannter: Schließlich kann sich der freie Mitarbeiter seine Arbeitszeiten einteilen und den Arbeitsort selbstbestimmt wählen. 51 Prozent der Österreicher sind überzeugt, dass Freelancer mit mehr Gelassenheit arbeiten als örtlich gebundene Mitarbeiter. Diese Überzeugung teilen international 55 Prozent der Befragten. "Beschäftigte auf der ganzen Welt betrachten flexible Arbeitsmodelle als Hilfe gegen den zunehmenden Stress im Job", meint Alisa Kapic, Regus Country Director Austria. "Aufgrund vieler Faktoren wie Ressourcenknappheit, fehlender Flexibilität und Bewegungsmangel verschärfen sich die Belastungen am klassischen Arbeitsplatz. Der Bedarf an flexiblen Arbeitsmöglichkeiten ist offensichtlich hoch. Denn: Wer seinen Alltag freier planen kann, arbeitet auch zufriedener und produktiver." (red, derStandard.at, 21.01.2015)

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