Twitter-Konto von "Le Monde" wurde gehackt

21. Jänner 2015, 07:29
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Syrische Aktivistengruppe veröffentlicht Meldungen

Paris - Eine regierungsnahe syrische Aktivistengruppe hat in der Nacht zum Mittwoch vorübergehend das Konto der französischen Zeitung "Le Monde" auf Twitter lahmgelegt. Anhängern der sogenannten Syrischen Elektronischen Armee (SEA) gelang es, verschiedene Meldungen abzusetzen, bevor das Konto gegen 2 Uhr gesperrt wurde.

Wenig später war die Seite wieder normal aufrufbar, und die Zeitung entschuldigte sich für die Meldungen. Die SEA veröffentlichte Botschaften wie "Ich bin nicht Charlie" - eine negative Formulierung des mittlerweile weltweit bekannten Slogans aus Solidarität mit der Zeitung "Charlie Hebdo". Die Gruppe ergriff außerdem Partei für die Palästinenser und für Syrien und kritisierte, dass der afrikanische Kontinent "an Hunger und an Massakern stirbt".

Das Twitter-Konto war gegen 4 Uhr wieder aufrufbar. "Le Monde" erklärte die Attacke in einem Tweet für beendet und entschuldigte sich für die "betrügerischen" Botschaften, die im Namen der Zeitung veröffentlicht worden seien.

Bereits zuvor Angriffe auf Website

"Le Monde" hatte am Dienstag erklärt, bereits am Sonntag und am Montag Opfer eines versuchten Cyberangriffs geworden zu sein. Dabei hätten die Hacker versucht, die Website der Zeitung und das Twitter-Konto anzugreifen. So wollten sie sich unter anderem mit E-Mails an Redaktionsmitglieder das Passwort für das Twitter-Konto beschaffen.

Die SEA hatte in der Vergangenheit wiederholt Internetauftritte von Medien angegriffen. Opfer von Cyberattacken wurden auch die BBC und der Sender Al-Jazeera. (APA, 21.1.2015)

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