Kurier.at: "4.000 bis 5.000" User würden für Online zahlen

20. Jänner 2015, 15:48
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Telekurier-Geschäftsführer Gaiger "skeptisch, was Bezahlmodelle betrifft"

Wien - Bezahlmodelle und Bewegtbild sind für Verena Vonarburg, Geschäftsführerin des Verbands der Schweizer Medien, die Medienentwicklungen des Jahres 2015. "Bezahlmodelle werden sich weiter durchsetzen", sagte Vonarburg Montagabend beim NZZ.at-Clubabend in Wien. "Es ist der Journalismus, der sich durchsetzen wird", ergänzte "Neue Zürcher Zeitung"-Produktmanager Peer Teuwsen. Teuwsens Medienhaus hatte anlässlich des Starts des österreichischen NZZ-Online-Ablegers zur "garantiert letzten Diskussion über die Zukunft der Medien" geladen.

Telekurier-Geschäftsführer Martin Gaiger zeigte sich dabei "skeptisch, was Bezahlmodelle betrifft". Nach internen Untersuchungen wären von 1,2 Millionen Usern, welche die Online-Seite des "Kurier" monatlich besuchen, gerade mal 4.000 bis 5.000 bereit, für Inhalte zu zahlen, so Gaiger.

NZZ-Produktmanager Teuwsen sah das "Problem in Österreich verschärft. "Die Verleger haben die Leser jahrelang so erzogen, dass im Netz alles gratis ist. Jetzt müssen die Verlage mühsam zurückrudern, eine perverse Aktion."

Am Mittwoch startet NZZ.at nach der Betaphase. Laut Chefredakteur Michael Fleischhacker hält das Portal nach der monatelangen Betaphase derzeit bei 600 bis 700 Abonnenten. (APA, red, 20.1.2015)

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