RBI will Online-Bank in Tschechien und Slowakei verkaufen

20. Jänner 2015, 12:49
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Nachhaltig in Verlustzone und keine Wende in Sicht

Prag/Wien - Die in Tschechien und in der Slowakei tätige Online-Bank Zuno steht nach Angaben der tschechischen Wirtschaftstageszeitung "Hospodarske noviny" (Dienstag) zum Verkauf. Die Raiffeisen Bank International (RBI) wolle Zuno verkaufen, weil sie mit Jahresverlusten im Ausmaß von Dutzenden Millionen Kronen (1 Euro ist 27,8 Kronen wert) und einem kleinen Umfang an erteilten Krediten konfrontiert sei.

Die Verkaufsabsicht wurde bei der RBI bestätigt: "Das stimmt überein mit unserer weiteren Strategie, jene Geschäftsbereiche und Märkte zu restrukturieren und/oder zu verlassen, die signifikant Kapital brauchen", sagte eine Raiffeisen-Sprecherin am Dienstag laut Reuters.

Initialangebot

Raiffeisen hat laut der Zeitung schon an mögliche Interessenten das sogenannte Initialangebot geschickt. Die Interessenten sollten unverbindliche Offerte bis Mitte Februar vorlegen. Dann würden ausgewählte Bewerber die Möglichkeit erhalten, eine tiefgreifende Prüfung von Zuno durchzuführen.

"Nach vier Jahren ist die Internet-Bank Zuno in der Verlustzone und keine Wende in Sicht. Nun hat sich die österreichische RBI entschlossen, sie loszuwerden", schreibt die Zeitung. Als "spürbares Handicap" bezeichnet das Blatt, dass sich Zuno "nicht auf dem Kreditmarkt durchsetzen konnte".

Zuno ist in der Slowakei seit 2010 tätig, in Tschechien seit 2011. In der Slowakei hat sie 140.000 Kunden, in Tschechien etwa 90.000. (APA, 20.1.2015)

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