Salzburger ÖVP: Klubchefin Gerlinde Rogatsch zieht sich zurück

20. Jänner 2015, 12:15
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Ein Jahr Sonderbeauftragte des Gesundheitsreferenten für Spitalsreform - Nachfolger noch nicht genannt

Salzburg - Die Vorsitzende des ÖVP-Landtagsklubs in Salzburg, Gerlinde Rogatsch, wird aus der Politik ausscheiden. Das teilte die gebürtige Kärntnerin am Dienstag bei einem kurzfristig einberufenen Pressegespräch mit. Wer ihr an der Spitze des Klubs folgen wird, wurde noch nicht bekannt gegeben. Rogatsch war seit fast 20 Jahren - konkret seit 1996 - in der Salzburger ÖVP in führenden Positionen tätig.

Die Politikerin wird in der Landtagssitzung am 4. Februar ihr Mandat zurücklegen. Sie habe mit dem Gedanken einer Neuorientierung schon länger gespielt, der Entschluss dazu sei in den vergangenen Monaten gereift. Nach der Landtagswahl 2013 mit der Rückeroberung des Landeshauptmannsessels und der neuen Regierungskonstellation (ÖVP mit Grünen und Team Stronach) habe sie noch Bindeglied zwischen Landtagsklub und Regierung bleiben wollen. "Ich bin überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für mich ist, aus der Politik auszusteigen", so Rogatsch.

Bis Jahresende: Sonderbeauftragte für Spitalsreform

Die Noch-Klubobfrau will sich beruflich neu orientieren. Allerdings wurde sie von Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) ersucht, ihn in seinem Regierungsbüro als Sonderbeauftragte für die Spitalsreform zu unterstützen, was Rogatsch bis Jahresende auch zusagte. Die scheidende Politikerin war seit 2009 Mitglied der Salzburger Gesundheitsplattform, seit 2010 Aufsichtsrätin der Salzburger Landeskliniken und seit 2013 auch Stiftungsrätin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg und hat damit jede Menge Erfahrung in der Gesundheits- und Spitalspolitik. Was sie nach diesem Jahr machen wird, gab sie heute noch nicht bekannt.

Der damalige Landeshauptmann Franz Schausberger holte Rogatsch 1996 als Geschäftsführerin der Landespartei von Wien nach Salzburg. Nach der Wahlniederlage der Volkspartei 2004 gegen Gabi Burgstallers SPÖ legte Rogatsch diese Funktion zurück, gleichzeitig wurde sie aber an die Spitze des Landtagsklubs gehievt, dem sie seit 1999 angehörte. (APA, 20.1.2015)

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