Google will eine Milliarde in Satelliten-Internet von SpaceX stecken

20. Jänner 2015, 10:25
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Tausende Mini-Satelliten sollen Planeten abdecken - Langfristig soll sogar Mars erreicht werden

Mit einer Reihe von Initiativen hat sich Google der globale Verbreitung des Internets verschrieben. Am bekanntesten ist dabei sicherlich das "Project Loon", in dessen Rahmen die Netzversorgung per Ballon erfolgen soll. Aber auch das Satelliten-Internet will Google vorantreiben, und hat dafür nun offenbar einen kompetenten Partner gefunden.

Investition

Wie The Information berichtet, soll Google einer der Hauptinvestoren in einer neuen Finanzierungsrunde für das Raumfahrtsunternehmen SpaceX sein. Wie das Wall Street Journal hinzufügt, will Google alleine eine Milliarde US-Dollar investieren. Der Wert von SpaceX wird derzeit auf rund 10 Milliarden Dollar geschätzt.

Aufbau

Die Mini-Satelliten des Raumfahrunternehmens sollen in einem vergleichsweise niedrigen Orbit von rund 1.200 Kilometer Höhe ihre Runden drehen, und per Laser miteinander kommunizieren. Um die Welt abzudecken sollen mehrere tausend davon in eine Umlaufbahn geschickt werden, der Start des Services ist für 2018 vorgesehen. Langfristig hofft SpaceX, dass über dieses System sogar andere Planeten wie der Mars an das Internet angebunden werden können.

Vorgeschichte

Googles Interesse an Satelliteninternet ist dabei nicht neu. So hatte das Unternehmen bereits vor einiger Zeit eine Milliarde US-Dollar in O3b gesteckt. Dessen Mastermind Greg Wyler hat sich allerdings mittlerweile mit OneWeb unabhängig gemacht, und Google ohne Partnerschaft in diesem Bereich zurückgelassen. Statt dessen hat er mit der Virgin Group und Qualcomm neue Finanziers gefunden, die ein konkurrierendes Netz zu SpaceX aufbauen wollen. (red, derStandard.at, 20.1.2015)

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SpaceX

  • SpaceX-Chef Elon Musk will das Satelliteninternet vorantreiben - und bekommt dafür offenbar Unterstützung von Google.
    foto: jae c. hong / ap

    SpaceX-Chef Elon Musk will das Satelliteninternet vorantreiben - und bekommt dafür offenbar Unterstützung von Google.

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