Akademikerball: Mehrere Demos, internationale Mobilisierung

20. Jänner 2015, 05:30
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Mehrere Kundgebungen in der Wiener Innenstadt, Busanreisen aus mehreren deutschen Städten

Die Initiative "NoWKR" will heuer zum letzten Mal gegen den von der FPÖ organisierten Burschenschafter-Bummel namens "Akademikerball" mobilisieren. Man wolle aufgrund des "großen Erfolgs der letzten Demonstrationen" künftig stärker auf Aktionen gegen rassistische Tendenzen in der Mitte der Gesellschaft fokussieren, sagten Vertreter der Initiative gegenüber derStandard.at vor dem Hintergrund des Wahl(kampf)jahres 2015 und des Überschwappens von Pegida-Protesten aus Deutschland auf Österreich. Schon bisher sei es der Bewegung nie "nur um die Kritik an Burschenschaften gegangen", sagt Sprecherin Elisabeth Litvak, sondern um einen allgemeinen Diskurs über Gewalt – etwa rassistische Übergriffe.

"Wir werden nicht weichen"

Am 30. Jänner will NoWKR gemeinsam mit anderen Bewegungen nicht nur gegen den Akademikerball protestieren, sondern diesen zumindest in Ansätzen auch "blockieren", heißt es. So ruft die "Interventionistische Linke" (IL) auch auf ihrer Webseite zu einer Blockade auf. "Wir werden nicht weichen, und sie werden nicht durchkommen!", heißt es im Aufruf.

Für den Protest gegen den Burschenschafterball in der Wiener Hofburg wird einmal mehr auch international mobilisiert. Zumindest aus sieben deutschen Städten werden organisierte Busreisen angeboten. Auch in Italien, Tschechien, der Slowakei und Slowenien wird zum Protest aufgerufen.

Für den 30. Jänner rufen vier verschiedene Bündnisse zum Protest gegen den Akademikerball auf: Neben NoWKR und IL hat auch die "Offensive gegen Rechts" mehrere Kundgebungen angemeldet, auch das Bündnis "Jetzt Zeichen setzen" lädt wieder zur Kundgebung auf dem Wiener Heldenplatz ein. (red, derStandard.at, 19.1.2015)

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