Reporter ohne Grenzen: Strafe gegen Badwani gänzlich aussetzen

19. Jänner 2015, 13:56
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Andernfalls werde der Blogger für die Meinungsfreiheit wohl mit dem Leben bezahlen - Journalistenorganisation appelliert an saudi-arabische Regierung

Wien - Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) zeigte sich am Montag besorgt, über den Gesundheitszustand des inhaftierten saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi. Badawi war im November zu 1000 Peitschenhieben verurteilt worden und sollte am Freitag zum zweiten Mal 50 Hiebe bekommen.

Aufgrund weltweiter Proteste und mit Hinweis auf den Gesundheitszustand des Bloggers setzten die saudischen Behörden die Strafe vorerst bis nächsten Freitag aus. Reporter ohne Grenzen fordert die saudi-arabische Regierung auf, die extrem schmerzhafte und menschenrechtsverletzende Bestrafung durch Peitschenhiebe abzuschaffen und die Strafe für Badwani gänzlich auszusetzen.

Andernfalls werde Badawi für die Meinungsfreiheit wohl mit dem Leben bezahlen, befürchtet Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich. Der Blogger wurde bereits 2012 festgenommen, weil er auf seiner Webseite "Freie Saudische Liberale" immer wieder Kritik gegen die Religionspolizei und die undemokratischen Verhältnisse in seinem Heimatland gerichtet hatte. 2014 erhielt Badawi den Netizen-Preis von Reporter ohne Grenzen. (APA, 19.1.2015)

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