Studie: Gemeinsam lebt sich's leichter gesund

19. Jänner 2015, 17:00
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Wenn der Lebensgefährte ebenfalls mit dem Rauchen aufhören will, steigt die Erfolgsquote auf 50 Prozent - das zeigt eine britische Studie

Gemeinsam lebt sich's leichter gesund: Menschen können schädliche Laster wie Rauchen, schlechte Ernährung oder wenig Bewegung wesentlich leichter ablegen, wenn ihr Partner mitmacht. Das berichten Forscher des University College London im Fachmagazin "JAMA Internal Medicine". Die Chancen auf Erfolg stünden dann sogar besser, als wenn der Lebensgefährte bereits ein gesundes Leben führt.

Unterstützender Effekt

Die Wissenschafter hatten mehr als 3.700 Paare im Alter von über 50 Jahren beobachtet. Die Männer und Frauen aus Großbritannien waren verheiratet oder lebten ohne Trauschein zusammen. Für das Rauchen und die physische Aktivität wurde der Status im Zweijahresrhythmus abgefragt, beim Gewicht lagen vier Jahre zwischen den Angaben. Als erfolgreiches Abnehmen wurde gewertet, wenn ein übergewichtiger Teilnehmer mindestens fünf Prozent seines Gewichts verloren hatte.

Gute Chancen auf Verhaltensänderungen haben demnach vor allem Menschen, deren Partner demselben Laster abschwört oder der selbst übergewichtig ist und dies ändern will. Bei einem bereits abstinent lebenden, aktiven beziehungsweise normalgewichtigen Partner war der unterstützende Effekt weniger deutlich oder gar nicht ausgeprägt.

So stellte die Hälfte der Raucherinnen mit ebenfalls rauchendem, aber aufhörendem Partner den Tabakkonsum ein. Qualmte der Mann weiter, lag die Erfolgsquote nur bei acht Prozent. War er Nichtraucher, schafften es immerhin 17 Prozent der Frauen bis zur Abstinenz. Auch männliche Raucher konnten auf Zigaretten viel eher verzichten, wenn sie rauchende Partnerinnen hatten, die beim Aufhören mitzogen.

Gesunde Lebensweise schützt

"Ungesunde Lebensweise ist eine häufige Ursache für tödlich verlaufende, chronische Krankheiten", sagte Professorin Jane Wardle, Direktorin des Verhaltensforschungszentrums der britischen Krebsstiftung Cancer Research UK am University College in London und eine der Mitautorinnen der Studie. "Die größten Risiken bei der Lebensführung sind Rauchen, Übergewicht, zu wenig Bewegung, falsche Ernährung und Alkohol."

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wies am Montag darauf hin, dass nicht-übertragbare Krankheiten wie etwa bestimmte Lungenerkrankungen, Diabetes oder Schlaganfälle für 16 Millionen vorzeitige Todesfälle im Jahr stehen. Die meisten davon sind verhinderbar. WHO-Generaldirektorin Margaret Chan forderte alle Staaten auf, ihre finanziellen Anstrengungen zu erhöhen, um Aufklärung gegen Alkohol- und Tabakmissbrauch zu betreiben.

Sarah Jackson, Hauptautorin der Studie, betonte: "Jetzt ist genau die richtige Zeit, mit guten Vorsätzen für das neue Jahr das Rauchen aufzugeben, mit dem Training zu beginnen oder abzunehmen." Und sie fügte hinzu: "Wenn Sie es mit Ihrem Partner gemeinsam tun, erhöht das Ihre Erfolgsaussichten." (APA, derStandard.at, 19.1.2015)

  • Gemeinsam in eine gesunde Zukunft.
    foto: apa/dpa/alexander körner

    Gemeinsam in eine gesunde Zukunft.

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