Bankautomaten-Hersteller Wincor mit Gewinneinbußen

19. Jänner 2015, 12:22
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Nettogewinn ging von 28 auf 25 Mio. Euro zurück - Russland-Ukraine-Konflikt belastet

Der Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf hat bei stagnierendem Umsatz im Auftaktquartal 2014/15 weniger verdient. Als einen Grund für den Rückgang des Nettogewinns auf 25 (Vorjahr: 28) Mio. Euro nannte Vorstandschef Eckard Heidloff den Preisverfall bei der Hardware. Zudem beklagte er die negativen Auswirkungen der Russlandkrise und den Rubelverfall.

"Wir leiden immer noch massiv unter dem Russland-Ukraine-Konflikt", sagte Heidloff der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Dagegen konnten Zuwächse im margenstarken Softwaregeschäft, das inzwischen 56 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet, die Einbußen abmildern. Die Erlöse stagnierten im ersten Quartal des seit Oktober laufenden Bilanzjahres 2014/15 bei 640 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (Ebita) des Konzerns, der überwiegend Banken und den Handel beliefert, schrumpfte auf 37 (42) Mio. Euro.

Zuversicht

Für Zuversicht sorgten dagegen florierende Geschäfte in den USA und einigen Ländern Lateinamerikas, wie Wincor weiter mitteilte. Die Erlöse legten in Übersee in Dollar-Währung um 8 Prozent zu, umgerechnet in Euro um 19 Prozent auf 82 Mio. Euro. Heidloff bekräftigte seine Jahresziele, die ein moderates Umsatzwachstum und eine überproportionale Gewinnsteigerung vorsehen. Im Geschäftsjahr 2013/14 hatte Wincor bei einem Umsatz von 2,5 Mrd. Euro operativ 155 (132) Mio. Euro inklusive eines Verkaufserlöses von 20 Mio. Euro verdient. Die Aktionäre sollen daran mit einer auf 1,75 (1,48) Euro angehobenen Dividende beteiligt werden.

Wincor hatte in den vergangenen Jahren unter den Folgen der Finanzkrise gelitten und mit Stellenstreichungen gegengesteuert. Die Banken als eine der größten Kundengruppen des Konzerns hielten sich mit Investitionen zurück, das Europa-Geschäft hat sich bis heute nicht erholt. Der Ausbau des Software-Geschäftes soll dem im Nebenwerteindex MDax gelisteten Unternehmen nun auf die Sprünge helfen. Heidloff setzt auf den Trend zur Automatisierung sowie Digitalisierung, der Banken und Handel zu Investitionen in neue Technologien zwingt. (APA, 19.1. 2014)

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