"H1Z1": Spieler fühlen sich durch Bezahlinhalte im Zombie-Game betrogen

19. Jänner 2015, 11:14
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Bezahlbare Hilfspakete Anlass für heftige Kritik - Hersteller reagiert

Nach dem Start auf Steam Early-Access des Zombie-Survival-Games "H1Z1" häufen sich die Beschwerden von Käufern über Bezahlinhalte im Spiel. So genannte "Air Drops" brächten Spielern gegen Echtgeld mitunter spielentscheidende Gegenstände wie Waffen, Munition und Verbandsmaterial, was der Balance schade. Wie den offiziellen Foren von Hersteller Sony Online Entertainment (SOE) und Steam zu entnehmen ist, fühlen sich einige Kunden dadurch von den Entwicklern betrogen, nachdem es noch vor acht Monaten hieß, man würde keine Waffen und Munition verkaufen, um den Überlebenstrip so fair wie möglich für alle Spieler zu gestalten.

Risiko für Zahlende

Einer Stellungnahme des SOE-Präsidenten John Smedley nach, wurden diese Air Drops bereits in Live-Streams und Q&As mehrfach angekündigt, weshalb man die Betrugsvorwürfe zurückweise. Gleichzeitig würden die 5 Euro teuren Hilfslieferungen so eingebunden, dass sie wie Events für alle Spieler fungieren. Die Anlieferung per Flugzeug könne audiovisuell von allen Spielern auf dem Server wahrgenommen werden, wodurch es zu regelrechten Runs auf die Abwurfstelle kommen kann. Für die Käufer gibt es keine Garantie, die Lieferung zu erhalten.

Game-Designer Adam Clegg entschuldigte sich unterdessen dafür, im Vorfeld nicht genauer auf die Bezahlinhalte eingegangen zu sein. "Als ich sagte, dass man weder Waffen noch Munition werde kaufen können, habe ich die Möglichkeit der Airdrops nicht berücksichtigt und meinte einfach nur, dass man Waffen nicht direkt aus einem Waffenshop oder für seine Startausrüstung kaufen könne."

h1z1
Bereits im August veröffentlichte SOE ein Ankündigungsvideo zu den umstrittenen "Air Drops"

Geld zurück

Wer dennoch durch diese Bezahlinhalte verärgert ist, könne laut Smedley noch bis heute Montag, 19.1.2015, 19:30 Uhr, sein Geld zurückverlangen.

Gleichzeitig nehme man sich das Feedback der Spieler zu Herzen und werde die Einbindung der Airdrops noch weiter überarbeiten. So soll beispielsweise der Radius der Abwurfstelle vergrößert werden, um mehr Spielern eine Chance auf die Erhaltung der Güter zu geben. Zudem sollen spielentscheidende Gegenstände wie Waffen nur sehr selten enthalten sein. (zw, derStandard.at, 19.1.2015)

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    foto: soe

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