Gefechte zwischen Rebellen und Soldaten in Jemens Hauptstadt

19. Jänner 2015, 08:54
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Angespannte Lage nach Entführung von Präsidenten-Stabschef

Sanaa - In Jemens Hauptstadt Sanaa haben sich schiitische Rebellen und Soldaten am Montag schwere Gefechte in der Nähe des Präsidentenpalastes geliefert. Es waren die heftigsten Auseinandersetzungen, seit die Schiiten-Bewegung der Houthi im September die Hauptstadt weitgehend unter ihre Kontrolle gebracht hatte.

In der ganzen Stadt waren Explosionen und Schüsse zu hören. Sicherheitskräfte sperrten Straßen ab, die zum Präsidentenpalast führten. Zunächst war unklar, ob sich Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi dort aufhielt.

Die Lage in Sanaa ist angespannt, seitdem die auch als Ansarullah bekannte schiitische Rebellengruppe am Samstag den Stabschef des Präsidenten, Ahmed Awadh bin Mubarak, verschleppte. Die Schiiten-Miliz will damit Änderungen an der künftigen Verfassung erzwingen, deren Ausarbeitung Mubarak leitet.

Sie werfen der Regierung vor, eine Abmachung zu verletzen, die sie nach der Übernahme der Hauptstadt im September vereinbart hatten. Diese sieht im Gegenzug für den Abzug der Rebellen aus staatlichen Institutionen die Bildung einer neuen Regierung unter Einschluss von Houthi-Mitgliedern vor. (APA/Reuters, 19.1.2015)

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