EU-Kommission sorgt sich um Europas Juden

19. Jänner 2015, 07:22
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Vizepräsident Timmermans für verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen Terror

Düsseldorf/Paris - Die EU-Kommission sorgt sich angesichts der jüngsten Anschläge und Drohungen um die Situation der Juden in Europa. Dass sich Juden in Europa "wieder Sorgen um ihre Sicherheit machen müssen", bringe ihn um den Schlaf, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, der "Rheinischen Post" vom Montag.

Die EU werde scheitern, "wenn eine Gemeinschaft sich hier bei uns nicht mehr zu Hause fühlt". Damit werde der "wichtigste Grundgedanke Europas verraten", so der Vizepräsident der EU-Kommission.

Juden im Fokus der Terroristen

Im Zuge der Anschlagsserie in Paris war am 9. Jänner auch ein jüdischer Supermarkt angegriffen worden. Bei der Geiselnahme starben vier Juden sowie der Attentäter. In der vergangenen Woche war zudem eine mutmaßliche gewaltbereite Islamistenzelle in Belgien zerschlagen worden. Die Gruppe plante Medienberichten zufolge unter anderem Anschläge auf jüdische Schulen im Land.

Timmermans plädierte vor diesem Hintergrund dem Bericht zufolge für verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen den Terror, darunter die rasche Einführung eines Abkommens über den Austausch von Fluggastdaten zwischen den einzelnen EU-Ländern. Bisher gibt es solche Abkommen nur für Passagiere, die zwischen Europa und den USA oder Kanada reisen. (APA, 19.1.2015)

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