Negativzinsen für Credit-Suisse-Firmenkunden

18. Jänner 2015, 12:42
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Die Schweizerische Nationalbank verlangt ab 22. Jänner 0,75 Prozent Zinsen für Einlagen. Das schlägt sich jetzt auch bei

Zürich - Die Credit Suisse bittet Großkunden zur Kasse. Wenn Konzerne oder Pensionskassen bei ihr viel Geld anlegen, müssen sie bald dafür zahlen. Die Schweizer Großbank reicht damit die Negativzinsen weiter. Die Credit Suisse verweist darauf, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Dezember einen negativen Leitzins angekündigt hat, der nun per 22. Jänner auf -0,75 Prozent erhöht wird.

"Aufgrund der derzeitigen Entwicklungen wird bei institutionellen Kunden und großen Firmenkunden eine Guthabenkommission eingeführt", sagte CS-Sprecherin Daniela Häsler auf Anfrage. Sie bestätigte damit einen Bericht der "SonntagsZeitung".

Keine Negativzinsen für Sparguthaben

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gelte die Regelung nicht. Auch plane die CS keine Einführung von Negativzinsen respektive Guthabenkommissionen auf Sparguthaben von Individualkunden. Hingegen kämen bei Guthaben von Finanzinstituten bereits seit längerem entsprechende Maßnahmen zur Anwendung, sagte Häsler.

Zum Zeitpunkt der Einführung und der Höhe der Kommission für Großfirmen und institutionelle Kunden äußert sich die CS nicht. Die Kunden würden individuell informiert. Bisher gehen Branchenexperten nicht davon aus, dass Banken die Negativzinsen auch an Kleinsparer weiter reichen. Allerdings zehren Kontogebühren und -spesen bereits erhebliche Anteile der tief gesunkenen Zinserträge auf. (APA, 18.1.2015)

  • Die Credit Suisse reicht die Negativzinsen der Nationalbank an große Firmenkunden weiter.
    foto: ap/schmidt

    Die Credit Suisse reicht die Negativzinsen der Nationalbank an große Firmenkunden weiter.

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