Grönemeyer lässt Video über Auseinandersetzung mit Fotografen verbieten

17. Jänner 2015, 08:09
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Erwirkte einstweilige Verfügung des Landgerichts Köln gegen "Bild"

Köln - Handgreiflich und mit mit einer Umhängtasche wehrte sich Herbert Grönemeyer im Dezember dagegen, dass Fotografen ihn und seine Familie auf dem Kölner Flughafen abbilden. Und nun wehrte sich der deutsche Star mit Erfolg vor dem Landgericht Köln mit Erfolg dagegen, dass "Bild" das Video von der Auseinandersetzung zeigt. Das berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe.

Der Fotograf habe ihn, seinen Sohn sowie seine Lebenspartnerin am vierten Advent bedrängt, erklärte Grönemeyer eidesstattlich gegenüber dem Gericht. Er habe zunächst mit Worten versucht, sie davon abzuhalten, dann mit der Hand vor der Kamera, schließlich schwingt er seine Tasche Richtung Fotograf.

"Notwehrrecht auf den Kopf stellen"

Der Anwalt Grönemeyers, Christian Schertz, argumentierte laut "Spiegel", es würde das "Notwehrrecht auf den Kopf stellen", wenn die Szene, in der sich der Sänger gegen die Verletzung seiner Privatsphäre wehrt, als zeitgeschichtliches Ereignis bewertet würde.

Das Nachrichtenmagazin sieht eine mögliche grundsätzliche Wirkung, wenn die Entscheidung durch die Instanzen hält: Die Veröffentlichung von Bildern solcher Vorfälle, wegen denen eine Person ausrastet, dürften dann "wohl unmöglich werden". Der Springer-Verlag wolle "mit allen rechtlichen Mitteln" gegen den Beschluss vorgehen. (red, derStandard.at, 17.1.2015)

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