Italien und Schweiz einig im Steuerstreit

16. Jänner 2015, 16:11
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Änderung des Doppelbesteuerungsabkommens unter Dach und Fach

Rom - Der italienische Premier Matteo Renzi hat am Freitag bestätigt, dass Italien und die Schweiz eine grundsätzliche Einigung im Steuerstreit erzielt haben. "Das ist der richtige Moment, um viel Geld nachItalien zurückzuführen", kommentierte Renzi.

Der Premier dankte Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan und der Schweiz für das Abkommen. Die Einigung verbessere die Beziehungen im Finanz- und Steuerbereich und erleichtere die Regularisierung von unversteuerten Geldern, hieß es in Rom. Eine Änderung des Doppelbesteuerungsabkommens sowie eine Roadmap mit Eckwerten sollen demnächst unterzeichnet werden.

Italiener haben laut Schätzungen rund 150 Mrd. Euro auf Schweizer Konten versteckt. Erst vor wenigen Wochen hat die Regierung Renzi die sogenannte "Volontary Disclosure" beschlossen, eine erneute Möglichkeit, nicht deklarierte Vermögen bis September 2015 freiwillig zu melden und straffrei zurückzuführen. Hinterzogene Steuern müssen demnach zwar voll nachgezahlt werden, einer Bestrafung können Italiener mit undeklariertem Vermögen aber entgehen. Wer sich nicht freiwillig meldet, dem droht jedoch eine Anklage wegen Geldwäsche. Wirtschaftsminister Padoan hofft, bis zu 5 Mrd. Euro aus der Schweiz einzutreiben. (APA, 16.1.2015)

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