Silk Road: Verdächtiger beschuldigt nun Mt.-Gox-Chef

16. Jänner 2015, 11:56
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Schwarzmarkt im Deep Web und umstrittene Bitcoin-Börse sollen enger zusammenhängen als gedacht, so der Anwalt von Ross Ulbricht

Der Prozess rund um die Silk Road, einen berüchtigten Umschlagplatz für illegale Waren, hat am Freitag mit einer neuen Überraschung aufgewartet: Ross Ulbricht, der vom FBI als Mastermind hinter der Silk Road vermutet wird, beschuldigte nun über seinen Anwalt den Mt.-Gox-Gründer Mark Karpeles. Der geriet vergangenes Jahr ins Rampenlicht, als Bitcoins im Wert von mehreren Millionen Dollar aus seinem Bitcoin-Service Mt. Gox gestohlen wurden. Sicherheitsexperten schlossen einen Insiderjob nicht aus, Karpeles wird der Prozess gemacht.

Bitcoin unter Beschuss

Mit dem Vorwurf Ulbrichts, Karpeles habe in Wahrheit Mt. Gox geleitet, werden zwei dunkle Kapitel in der Geschichte der Kryptowährung miteinander verbunden. Während Bitcoin von vielen Aktivisten als durchaus ernstzunehmender Versuch, eine unabhängige Währung zu etablieren, bezeichnet wird, verweisen Kritiker darauf, dass Bitcoins oft für den Ankauf illegaler Güter genutzt werden und die Investition in Bitcoins nicht sicher sei.

Neue Beweise?

Ulbrichts Anwalt will laut "Techcrunch" bald Beweise vorlegen, dass Karpeles in die Silk Road verwickelt sei. Der Prozess wurde vorerst unterbrochen, womöglich könnten Karpeles bei stichhaltigen Beweisen eine polizeiliche Ermittlung zur Silk Road drohen. (fsc, derStandard.at, 16.1.2015)

  • In der digitalen Silk Road beschuldigen sich nun Bitcoin-Größen gegenseitig.
    foto: reuters/rooney chen

    In der digitalen Silk Road beschuldigen sich nun Bitcoin-Größen gegenseitig.

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