Verletzte bei Protesten gegen "Charlie Hebdo" in Pakistan

16. Jänner 2015, 16:34
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Polizei schoss vor französischem Konsulat in Karatschi in die Menge – Proteste auch in Jerusalem

Islamabad – Bei Protesten gegen die Mohammed-Karikatur im französischen Satiremagazin "Charlie Hebdo" ist es in Pakistan zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Hunderte Demonstranten hätten nach dem Freitagsgebet versucht, das französische Generalkonsulat in der südpakistanischen Millionenmetropole Karatschi zu stürmen, sagte ein Polizeisprecher. Polizisten hätten das Feuer eröffnet.

Bei den Zusammenstößen wurden den Angaben zufolge drei Demonstranten verletzt, auch ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP soll unter den Verletzten sein. Ein Reuters-Journalist berichtete, dass viele Demonstranten bewaffnet gewesen seien.

Auch mehrere Hundert Palästinenser äußerten am Freitag ihren Unmut über die Mohammed-Karikatur. In Jerusalem versammelten sich, wie die palästinensische Nachrichtenagentur Maan berichtete, hunderte Menschen nach dem Freitagsgebet auf dem Tempelberg. Am Ende des Zuges soll demnach die französische Flagge verbrannt worden sein. Der Großmufti von Jerusalem hatte die neue Darstellung des Propheten zuvor verurteilt, sich aber auch gegen jede Form des Terrors ausgesprochen. (red, APA, 16.1.2015)

  • Protest in Lahore.
    foto: apa/epa/rahat dar

    Protest in Lahore.

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