"Hotline Miami 2"-Entwickler empfiehlt Australiern, das Spiel illegal zu besorgen

16. Jänner 2015, 11:30
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Hersteller geht nicht auf Zensurforderungen ein

Der Shooter "Hotline Miami 2" wird Aufgrund einer Entscheidung der lokalen Klassifizierungskommission nicht in den australischen Handel kommen. Entwickler Dennaton Games zeigt sich allerdings unbeeindruckt von diesem Verkaufsverbot. "Wenn es nicht in Australien erscheint, besorge es dir nach dem Release per Softwarepiraterie", schreibt Designer Jonatan Söderström in einem E-Mail an einen Fan. "Du brauchst uns kein Geld zu schicken, genieße einfach das Spiel". Gegenüber Ars Technica bestätigt Herausgeber Devolver Digital die E-Mail-Konversation. "Er hat ähnliche Dinge auch schon in der Vergangenheit gesagt", sagt ein Sprecher des Unternehmens.

Mit allzu großen finanziellen Einbußen müssen die Hersteller nicht rechnen, Australien ist ein relativ kleiner Videospielmarkt. Allerdings will Devolver die Verweigerung zur Alterseinstufung der Kommission nicht unkommentiert auf sich beruhen lassen.

Enttäuschung

In einem Blogeintrag erklärt der Publisher, dass man nicht auf die Zensurvorschläge des Australian Classification Board eingehen werde. Gleichzeitig habe man das Gefühl, dass die strittigen Spielszenen (unter anderem eine Vergewaltigungsszene) nicht gerecht und nicht dem Kontext entsprechend evaluiert wurden. "Wir sind besorgt und enttäuscht, dass eine Kommission von Professionellen, die damit beauftragt sind, Spiele fair und aufrichtig zu beurteilen, die Fakten derart verzerren", heißt es.

Mitentwickler Denis Wedin erklärte bereits 2013, dass die kontroverse und in diesem Fall strittige Vergewaltigungsszene eine tiefgründigere Bedeutung habe. "Es steht viel mehr dahinter, als nur diese Szene." (zw, derStandard.at, 16.1.2015)

  • "Wir sind besorgt und enttäuscht, dass eine Kommission von Professionellen, die damit beauftragt sind, Spiele fair und aufrichtig zu beurteilen, die Fakten derart verzerren."
    foto: hotline miami

    "Wir sind besorgt und enttäuscht, dass eine Kommission von Professionellen, die damit beauftragt sind, Spiele fair und aufrichtig zu beurteilen, die Fakten derart verzerren."

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