Verletztes Kreuzband: Ski-Saison ist Knie-Saison

16. Jänner 2015, 11:01
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Experten vom Orthopädischen Spital Speising entwickelten eine OP-Methode, bei der das Kreuzband mit Dübeln wieder am Knochen befestigt wird

Der Riss des vorderen Kreuzbandes ist eine gefürchtete Knieverletzung bei Profi- und Hobbysportlern und kann auch beim Skifahren passieren. Kommt es zu dieser Verletzung, musste bisher das gerissene Band durch eine Sehne aus dem eigenen Körper ersetzt werden.

Nun ist es möglich, dass zumindest bei einem Teil der Patienten das eigene Kreuzband nach der Verletzung erhalten werden kann und nicht ersetzt werden muss. Dabei wird das Band bei manchen Rissformen direkt wieder am Knochen befestigt und heilt an.

Kurze OP, rasche Sportrückkehr

Diese innovative OP-Methode wurde nun erstmals von Patrick Weninger und weiteren Experten aus dem Orthopädischen Spital Speising in der internationalen, renommierten Fachzeitschrift "Arthroscopy Techniques" beschrieben.

"Bei dieser speziellen Technik wird das gerissene vordere Kreuzband mit Spezialdübeln am Knochen befestigt, wo es zuvor abgerissen ist. Die Operation, welche in der Frühphase der Verletzung innerhalb einiger Wochen durchgeführt werden sollte, dauert nur 30 Minuten", erläutert der Unfallchirurg. "Ein großer Vorteil ist, dass der Betroffene sehr bald nach der OP wieder seinen Lieblingssport betreiben kann." (red, derStandard.at, 16.1.2015)

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